Wirkstoffe
Pflanzen und Nährstoffe in den Wechseljahren: das Wirkstoff-Lexikon
Kurz gesagt
In Wechseljahre-Präparaten stecken vor allem Pflanzenextrakte. Für keine Pflanze ist ein Nutzen so gut belegt wie für die Hormontherapie.[1][2] Am besten untersucht sind Traubensilberkerze und Isoflavone aus Soja und Rotklee, mit uneinheitlichen Ergebnissen.[3][4] Zu vielen anderen Pflanzen gibt es nur einzelne kleine Studien. Das Lexikon zeigt 15 Pflanzen mit Studienlage und Sicherheit.
Was zählt als Wirkstoff in Wechseljahre-Präparaten?
Meist sind es Extrakte aus Pflanzen, oft mehrere in einem Präparat, manchmal ergänzt um Vitamine und Mineralstoffe. Es gibt sie als Arzneimittel und als Nahrungsergänzungsmittel.[5]
Der Unterschied ist wichtig: Arzneimittel durchlaufen vor dem Verkauf ein behördliches Zulassungsverfahren. Nahrungsergänzungsmittel gelten rechtlich als Lebensmittel, werden nicht vorab staatlich geprüft, und für ihre Sicherheit ist der Hersteller verantwortlich.[5] Gesundheitsangaben zu Pflanzen sind für Lebensmittel in der EU bisher nicht zugelassen.[6]
Die deutsche Leitlinie weist darauf hin, dass es sehr viele pflanzliche Präparate gibt, ihre Sicherheit oft unklar ist und Kombinationen anders wirken und mit Medikamenten wechselwirken können.[1] gesund.bund.de fasst zusammen: Der Nutzen solcher Mittel ist bisher nicht belegt.[7] Pflanzenstoffe ersetzen keine Hormone.
Wie lesen Sie die Evidenz-Ampel?
Die Ampel zeigt, wie gut ein Nutzen bei Wechseljahresbeschwerden in Studien mit Menschen belegt ist. Sie bewertet nicht die Sicherheit und nicht andere Anwendungen der Pflanze.
| Ampel | Bedeutung und Pflanzen |
|---|---|
| Belegt | Nutzen in mehreren guten Studien übereinstimmend gezeigtPflanzen: derzeit keine Pflanze |
| Hinweise | Einzelne Studien mit Nutzen oder widersprüchliche Ergebnisse. Ein Nutzen ist möglich, aber nicht gesichert.Pflanzen: Fenchel, Maca, Salbei, Ashwagandha, Mönchspfeffer, Rhodiola, Traubensilberkerze, Rotklee, Soja, Hopfen |
| Kein Nutzen gezeigt | In Studien kein Unterschied zu einem ScheinmittelPflanzen: Yamswurzel, Leinsamen |
| Nicht untersucht | Keine Studie bei Wechseljahresbeschwerden gefundenPflanzen: Amerikanischer Ginseng, Gymnema, Rosmarin |
Grün erreicht derzeit keine Pflanze. Das deckt sich mit der Nordamerikanischen Menopause-Gesellschaft, die pflanzliche Mittel gegen Hitzewallungen nicht empfiehlt.[2] Die wirksamste Behandlung ist die Hormontherapie.[1] Ob sie für Sie infrage kommt, wird in der frauenärztlichen Praxis nach Nutzen und Risiken abgewogen.[8]
Alle 15 Pflanzen auf einen Blick
Die ersten 10 Pflanzen stecken in Harmony Balance, dem Präparat des Herausgebers, mit der Menge pro Tagesdosis laut Etikett. Die übrigen 5 kommen in anderen Wechseljahre-Präparaten häufig vor.
| Pflanze | Studienlage Wechseljahre | In Harmony Balance |
|---|---|---|
| FenchelFoeniculum vulgare | HinweiseEine Studie mit 90 Frauen mit Nutzen[9] | 450 mg (10:1) |
| MacaLepidium meyenii | HinweiseVier kleine Studien mit Nutzen, zu wenig für eine sichere Aussage[10] | 300 mg (25:1) |
| SalbeiSalvia officinalis | HinweiseWeniger Hitzewallungen in einer Studie mit 80 Frauen[11] | 300 mg, davon 7,5 mg Rosmarinsäure |
| Amerikanischer GinsengPanax quinquefolius | Nicht untersuchtFür diese Art keine Studie gefunden, Hinweise für Ginseng allgemein[12] | 150 mg, davon 7,5 mg Ginsenoside |
| AshwagandhaWithania somnifera | HinweiseKleine Studien aus Indien mit Nutzen, Sicherheitshinweise des BfR[13][5] | 120 mg, davon 3 mg Withanolide |
| MönchspfefferVitex agnus-castus | HinweiseAls Arzneimittel nur beim PMS anerkannt, für die Wechseljahre wenige Studien[14] | 99,99 mg, davon 0,501 mg Vitexin |
| GymnemaGymnema sylvestre | Nicht untersuchtFür die Wechseljahre keine Studie gefunden, untersucht vor allem beim Blutzucker[15] | 100 mg, davon 25 mg gymnemische Säure |
| RhodiolaRhodiola rosea | HinweiseEine Studie, nur zusammen mit Traubensilberkerze[16] | 63 mg, davon 1,89 mg Rosavine |
| YamswurzelDioscorea villosa | Kein Nutzen gezeigtKein Unterschied zum Scheinmittel, wird nicht zu Progesteron[17][18] | 60 mg (10:1), davon 9,6 mg Diosgenin |
| RosmarinRosmarinus officinalis | Nicht untersuchtFür die Wechseljahre keine Studie gefunden, traditionell bei Verdauungsbeschwerden[19] | 54 mg, davon 3,24 mg Rosmarinsäure |
| TraubensilberkerzeCimicifuga racemosa | HinweiseAls Arzneimittel anerkannt, Studien uneinheitlich, selten Leberschäden[20][3] | nein |
| RotkleeTrifolium pratense | HinweiseMeta-Analyse: im Mittel 1,7 Hitzewallungen weniger pro Tag[21] | nein |
| SojaGlycine max | HinweiseMeta-Analyse mit Nutzen, Cochrane ohne schlüssigen Beleg[22][4] | nein |
| LeinsamenLinum usitatissimum | Kein Nutzen gezeigtGroße Studie ohne Unterschied zum Scheinmittel[23] | nein |
| HopfenHumulus lupulus | HinweiseZwei kleine Studien, eine mit klarem, eine mit unsicherem Ergebnis[24][25] | nein |
Die 10 Pflanzen in Harmony Balance
Die Kurzprofile folgen der Reihenfolge auf dem Etikett. Zu Salbei, Ashwagandha, Mönchspfeffer und Yamswurzel gibt es eigene Seiten mit allen Studien.
Fenchel
In einer dreifach verblindeten Studie aus dem Iran nahmen 90 Frauen nach der Menopause 8 Wochen lang 2-mal täglich eine Weichkapsel mit 100 mg Fenchel oder ein Scheinmittel. Der Beschwerde-Wert (Menopause Rating Scale) sank mit Fenchel deutlich stärker, auch noch 2 Wochen nach dem Ende der Einnahme. Ernste Nebenwirkungen traten nicht auf.[9]
Die Autoren fordern größere Studien, um das Ergebnis zu bestätigen.[9]
Maca
Maca ist eine Pflanze aus den Anden, die mit dem Senf verwandt ist. Eine systematische Übersicht fand 4 kleine Studien mit Vergleichsgruppe, alle mit günstigen Ergebnissen. Für eine sichere Aussage waren Zahl, Größe und Qualität der Studien aber zu gering, und die Sicherheit ist nicht belegt.[10]
In einer der Studien nahmen 14 Frauen nach der Menopause 6 Wochen lang 3,5 g Maca-Pulver täglich. Psychische Beschwerden und sexuelle Funktionsstörungen besserten sich stärker als mit Scheinmittel, die Hormonwerte im Blut blieben gleich.[26]
Salbei
In einer doppelblinden Studie mit 80 Frauen ging der Hitzewallungs-Wert mit Tabletten aus frischem Salbei (280 mg Dickextrakt) in 4 Wochen um 55 % zurück, deutlicher als mit Scheinmittel. Der Hersteller hat die Studie finanziert.[11]
Die EMA stuft Salbeiblätter als traditionelles Arzneimittel bei übermäßigem Schwitzen ein, gestützt auf lange Anwendung. In Schwangerschaft und Stillzeit wird Salbei nicht empfohlen.[27]
Amerikanischer Ginseng
Eine Übersicht über 15 Studien mit Ginseng, darunter Koreanischer Roter Ginseng, fand in 3 Studien mit 515 Frauen etwas weniger Wechseljahresbeschwerden und Hitzewallungen als mit Scheinmittel. Die meisten Studien hatten Mängel.[12]
Ob das für Amerikanischen Ginseng gilt, ist offen. Studien mit dieser Art bei Wechseljahresbeschwerden haben wir auf PubMed nicht gefunden (Suche am 24.10.2026). Deshalb steht die Ampel hier auf Grau.
Ashwagandha
In einer Studie mit 100 Frauen in der Perimenopause sank der Beschwerde-Wert mit 2-mal täglich 300 mg Wurzelextrakt über 8 Wochen stärker als mit Scheinmittel.[13]
Das BfR hält die beworbenen Wirkungen für nicht belegt. Wegen der Fallberichte, unter anderem über Leberschäden, empfehlen das BfR und andere europäische Behörden, keine Präparate mit Ashwagandha einzunehmen, vor allem nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei Lebererkrankungen.[5]
Mönchspfeffer
Die EMA erkennt einen bestimmten Mönchspfeffer-Extrakt als Arzneimittel beim prämenstruellen Syndrom an, also bei Beschwerden vor der Periode.[14] In den Wechseljahren fanden zwei kleine Studien mit 52 und 60 Frauen weniger Beschwerden als mit Scheinmittel, eine davon vom Hersteller finanziert.[28][29] Mit Johanniskraut kombiniert war Mönchspfeffer in einer Studie mit 100 Frauen nicht besser als ein Scheinmittel.[30]
Nicht empfohlen in Schwangerschaft und Stillzeit. Wer Hormone, Antiöstrogene oder Medikamente nimmt, die auf Dopamin wirken, soll Mönchspfeffer vorher ärztlich besprechen.[14]
Gymnema
Zu Gymnema bei Wechseljahresbeschwerden haben wir auf PubMed keine Studie gefunden (Suche am 24.10.2026). Untersucht wurde die Pflanze vor allem bei Menschen mit Typ-2-Diabetes: In 10 Studien mit 419 Teilnehmern lag der Blutzucker nach der Einnahme niedriger als vorher. Verglichen wurde dabei mit den Werten vor der Einnahme, nicht mit einer Gruppe ohne Gymnema.[15]
Wer Medikamente gegen Diabetes nimmt, sollte Gymnema deshalb vorher ärztlich besprechen. Pflanzliche Mittel können mit Medikamenten wechselwirken.[1]
Rhodiola, Rosenwurz
In einer doppelblinden Studie mit 220 Frauen linderte eine Kombination aus Rhodiola und Traubensilberkerze die Wechseljahresbeschwerden über 12 Wochen stärker als Traubensilberkerze allein und als ein Scheinmittel. Ein Autor arbeitet für einen Hersteller von Pflanzenpräparaten.[16] Studien mit Rhodiola allein bei Wechseljahresbeschwerden haben wir auf PubMed nicht gefunden (Suche am 24.10.2026).
In einer Fallserie zu Leberschäden durch Ashwagandha kam in einem Fall auch Rhodiola als Mitursache infrage.[31]
Yamswurzel
In einer doppelblinden Studie mit 23 Frauen war Yams-Creme über 3 Monate nicht besser als eine Creme ohne Wirkstoff, und die Hormonwerte blieben gleich.[17] Für die Behauptung, der Körper mache aus dem enthaltenen Diosgenin Progesteron, gibt es keinen Beleg. Diosgenin wird nur im Labor chemisch zu Hormonen umgewandelt.[18]
Wegen hormonähnlicher Effekte im Tierversuch sollten Frauen mit hormonempfindlichem Krebs Yamswurzel vorher ärztlich besprechen.[18]
Rosmarin
Zu Rosmarin bei Wechseljahresbeschwerden haben wir auf PubMed keine Studie mit Vergleichsgruppe gefunden (Suche am 24.10.2026). Die EMA stuft Rosmarinblätter als traditionelles Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden und leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich ein, äußerlich bei Muskel- und Gelenkschmerzen.[19]
Nicht empfohlen in Schwangerschaft und Stillzeit und bei Gallensteinen, Entzündungen der Gallenblase, Verschluss der Gallenwege oder Lebererkrankungen.[19]
Weitere Pflanzen in Wechseljahre-Präparaten
Diese 5 Pflanzen sind nicht in Harmony Balance enthalten, kommen aber in anderen Präparaten häufig vor.
Traubensilberkerze, Cimicifuga
Die EMA erkennt Traubensilberkerze als Arzneimittel bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und starkem Schwitzen an.[20] Die Cochrane-Auswertung von 16 Studien fand bei der Zahl der Hitzewallungen aber keinen Unterschied zu einem Scheinmittel,[3] eine Meta-Analyse von 2023 einen kleinen Vorteil.[32]
Selten kann Traubensilberkerze die Leber schädigen. Ohne ärztlichen Rat soll sie nicht länger als 6 Monate und nicht zusammen mit Östrogenen eingenommen werden.[20]
Rotklee
Eine Meta-Analyse von 8 Studien fand mit Rotklee-Isoflavonen im Mittel 1,7 Hitzewallungen weniger pro Tag als mit Scheinmittel, deutlicher ab 80 mg Isoflavonen täglich.[21] Die Cochrane-Auswertung fand für den Rotklee-Extrakt Promensil keinen deutlichen Unterschied.[4]
Schädliche Wirkungen auf Brust, Gebärmutter und Schilddrüse fand die EFSA in den untersuchten Mengen nicht. Für Frauen mit Krebs in der Vorgeschichte fehlen Daten.[33]
Soja
Eine Meta-Analyse von 17 Studien fand mit Soja-Isoflavonen (im Mittel 54 mg täglich über 6 Wochen bis 12 Monate) rund 21 % seltener und 26 % schwächere Hitzewallungen als mit Scheinmittel.[22] Die Cochrane-Auswertung sah keinen schlüssigen Beleg, aber Hinweise für Extrakte mit mehr als 30 mg Genistein am Tag.[4]
Die EFSA hat eine Gesundheitsangabe zu Soja-Isoflavonen und Hitzewallungen geprüft und einen Zusammenhang als nicht belegt bewertet.[34] Die deutsche Leitlinie hält Isoflavone bei Hitzewallungen für möglich,[1] die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft empfiehlt Soja-Extrakte nicht.[2]
Leinsamen
In einer Studie mit 188 Frauen nach der Menopause aßen die Teilnehmerinnen 6 Wochen lang täglich einen Riegel mit Leinsamen (410 mg Lignane) oder einen Riegel ohne Leinsamen. Der Wert für Hitzewallungen sank um 4,9 und um 3,5 Punkte, ein deutlicher Unterschied war das nicht.[23]
In beiden Gruppen traten Blähungen, Durchfall und Übelkeit auf, vermutlich wegen der Ballaststoffe.[23]
Hopfen
In einer Studie aus dem Iran mit 120 Frauen gingen Wechseljahresbeschwerden und Hitzewallungen mit Hopfen-Tabletten über 12 Wochen deutlich stärker zurück als mit Scheinmittel.[24]
In einer kleineren Studie mit 36 Frauen und einem Extrakt mit 100 µg 8-Prenylnaringenin täglich war in den ersten 8 Wochen kein Unterschied zu sehen, erst im zweiten Studienabschnitt.[25]
Was sind Phytoöstrogene?
Phytoöstrogene sind Pflanzenstoffe, die in ihrem chemischen Aufbau dem Östrogen ähneln.[4] Hormone sind sie nicht, und sie ersetzen keine Hormontherapie.
- Isoflavone stecken vor allem in Soja, Rotklee und Kudzu.[33]
- Lignane stecken in Leinsamen.[23]
- 8-Prenylnaringenin ist ein Inhaltsstoff des Hopfens, auf den Hopfen-Extrakte eingestellt werden.[25]
Gegen Hitzewallungen fand die Cochrane-Auswertung von 43 Studien keinen schlüssigen Beleg für Phytoöstrogene, auch weil Hitzewallungen mit Scheinmitteln um 1 bis 59 % zurückgingen.[4] Schädliche Wirkungen auf Brust, Gebärmutter und Schilddrüse fand die EFSA bei Isoflavonen in den untersuchten Mengen nicht.[33]
Und Vitamine und Mineralstoffe?
Für bestimmte Vitamine und Mineralstoffe gibt es in der EU zugelassene Gesundheitsangaben, für Pflanzen nicht.[6] Welche Nährstoffe in den Wechseljahren wichtig sind, lesen Sie unter Vitamine und Mineralstoffe in den Wechseljahren.
Harmony Balance enthält keine Vitamine und keine Mineralstoffe, sondern ausschließlich 10 Pflanzenextrakte.
Worauf sollten Sie bei pflanzlichen Mitteln achten?
- Arzneimittel oder Nahrungsergänzung: Nur Arzneimittel sind vor dem Verkauf behördlich zugelassen.[5]
- Menge und Extrakt: Studienergebnisse gelten für das untersuchte Präparat und die untersuchte Menge. Achten Sie darauf, dass der Hersteller beides angibt.[5]
- Leber: Traubensilberkerze und Ashwagandha können selten die Leber schädigen. Bei gelber Haut oder Augen, dunklem Urin oder starken Oberbauchschmerzen sofort absetzen und zum Arzt.[20][5]
- Medikamente und Kombinationen: Pflanzliche Mittel können mit Medikamenten wechselwirken, Kombinationen können anders wirken als einzelne Pflanzen.[1]Traubensilberkerze mit Johanniskraut war in Studien besser als ein Scheinmittel, Johanniskraut mit Mönchspfeffer nicht.[35]
- Hormontherapie und hormonempfindlicher Krebs: Mönchspfeffer und Traubensilberkerze nur nach ärztlichem Rat.[14][20] Für Isoflavone fehlen Daten bei Frauen mit Krebs in der Vorgeschichte.[33]
- Starke Beschwerden: Schränken Hitzewallungen Ihre Lebensqualität deutlich ein, soll Ihnen laut Leitlinie eine Hormontherapie angeboten werden.[1]
Pflanzliche Mittel im Vergleich mit Arzneimitteln und Hormontherapie zeigt unser Ratgeber Pflanzliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden.
Harmony Balance: Zusammensetzung pro Tagesdosis
Herausgeber dieses Ratgebers ist die IPD Produktentwicklung und Handel GmbH, die unter der Marke Steiger Naturals das Nahrungsergänzungsmittel Harmony Balance verkauft. Eine Tagesdosis von 3 Kapseln enthält diese 10 Pflanzenextrakte:
| Pflanzenextrakt laut Etikett | Pro Tagesdosis |
|---|---|
| Fenchelsamen-Trockenextrakt (10:1)Foeniculum vulgare | 450 mg |
| Maca-Wurzel-Trockenextrakt (25:1)Lepidium meyenii | 300 mg |
| Salbei-Blätter-TrockenextraktSalvia officinalis | 300 mgdavon 7,5 mg Rosmarinsäure |
| Amerikanischer Ginsengwurzel-TrockenextraktPanax quinquefolius | 150 mgdavon 7,5 mg Ginsenoside |
| Ashwagandha-Wurzel-TrockenextraktWithania somnifera | 120 mgdavon 3 mg Withanolide |
| Mönchspfeffer-TrockenextraktVitex agnus-castus | 99,99 mgdavon 0,501 mg Vitexin |
| Gymnema-Blatt-TrockenextraktGymnema sylvestre | 100 mgdavon 25 mg gymnemische Säure |
| Rhodiola-Wurzel-TrockenextraktRhodiola rosea | 63 mgdavon 1,89 mg Rosavine |
| Yamswurzel-Trockenextrakt (10:1)Dioscorea villosa | 60 mgdavon 9,6 mg Diosgenin |
| Rosmarin-Blatt-TrockenextraktRosmarinus officinalis | 54 mgdavon 3,24 mg Rosmarinsäure |
Die Studien in den Kurzprofilen wurden mit anderen Präparaten und Mengen gemacht. Ihre Ergebnisse lassen sich nicht auf Harmony Balance übertragen, und für die enthaltenen Pflanzen gibt es keine zugelassene Gesundheitsangabe.[6] Nicht für Schwangere und Stillende geeignet.
Wie sich Harmony Balance in Zusammensetzung, Menge und Preis von anderen Präparaten unterscheidet, zeigt unser Test von 6 Wechseljahre-Präparaten.
Häufige Fragen zu Pflanzen in den Wechseljahren
Welche Pflanzen helfen in den Wechseljahren?
Für keine Pflanze ist ein Nutzen so gut belegt wie für die Hormontherapie. Am besten untersucht sind Traubensilberkerze und Isoflavone aus Soja und Rotklee, mit kleinen und uneinheitlichen Effekten. Zu Salbei, Mönchspfeffer, Ashwagandha, Fenchel, Maca und Hopfen gibt es einzelne kleine Studien mit Nutzen, die noch bestätigt werden müssen.
Was sind Phytoöstrogene?
Phytoöstrogene sind Pflanzenstoffe, die in ihrem chemischen Aufbau dem Östrogen ähneln. Dazu zählen die Isoflavone aus Soja und Rotklee und die Lignane aus Leinsamen. Hormone sind sie nicht, und sie ersetzen keine Hormontherapie. Gegen Hitzewallungen ist ihr Nutzen laut Cochrane-Auswertung nicht schlüssig belegt.
Welche Pflanze hilft am besten gegen Hitzewallungen?
Eine Pflanze mit sicher belegtem Nutzen gibt es nicht. Traubensilberkerze ist als Arzneimittel bei Hitzewallungen und starkem Schwitzen anerkannt, Salbeiblätter als traditionelles Arzneimittel bei übermäßigem Schwitzen. Isoflavone aus Soja und Rotklee zeigen in Meta-Analysen kleine Effekte. Die wirksamste Behandlung ist die Hormontherapie.
Sind pflanzliche Mittel in den Wechseljahren sicher?
Meist werden sie gut vertragen, harmlos sind sie aber nicht immer. Traubensilberkerze und Ashwagandha können selten die Leber schädigen, und viele Pflanzen werden in Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Laut Leitlinie ist die Sicherheit vieler Präparate unklar, und Kombinationen können mit Medikamenten wechselwirken.
Was ist der Unterschied zwischen pflanzlichem Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel?
Ein Arzneimittel durchläuft vor dem Verkauf ein behördliches Zulassungsverfahren. Ein Nahrungsergänzungsmittel gilt rechtlich als Lebensmittel und wird nicht vorab staatlich auf Sicherheit geprüft, verantwortlich ist der Hersteller. Gesundheitsangaben zu Pflanzen sind für Lebensmittel in der EU bisher nicht zugelassen.
Kann man mehrere Pflanzen kombinieren?
Das ist möglich, aber kaum untersucht. Kombinationen können anders wirken als die einzelnen Pflanzen und mit Medikamenten wechselwirken. Traubensilberkerze mit Johanniskraut war in Studien besser als ein Scheinmittel, Johanniskraut mit Mönchspfeffer dagegen nicht.
Welche Pflanzen stecken in Harmony Balance?
10 Pflanzenextrakte pro Tagesdosis von 3 Kapseln: Fenchelsamen-Extrakt 450 mg, Maca-Wurzel-Extrakt 300 mg, Salbei-Blätter-Extrakt 300 mg, Amerikanischer Ginsengwurzel-Extrakt 150 mg, Ashwagandha-Wurzel-Extrakt 120 mg, Mönchspfeffer-Extrakt 99,99 mg, Gymnema-Blatt-Extrakt 100 mg, Rhodiola-Wurzel-Extrakt 63 mg, Yamswurzel-Extrakt 60 mg, Rosmarin-Blatt-Extrakt 54 mg. Vitamine und Mineralstoffe enthält Harmony Balance nicht.
Quellen
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Stand: 21. Oktober 2026. Wir prüfen die Angaben vierteljährlich.