Wechseljahre
Wechseljahre: Phasen, Alter, Dauer und was im Körper passiert
Kurz gesagt
Die Wechseljahre sind die Jahre, in denen die Eierstöcke ihre Hormonbildung nach und nach einstellen. Sie beginnen meist Mitte 40, die letzte Periode kommt im Mittel mit 51 Jahren.[1][2] Häufige Hitzewallungen halten im Mittel 7,4 Jahre an.[3] Die Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt und keine Krankheit.[1]
Was sind die Wechseljahre?
Die Wechseljahre sind die Übergangszeit zwischen den fruchtbaren Jahren und der Zeit danach. Die Eierstöcke bilden ab etwa Mitte 40 allmählich weniger Östrogen, die Blutungen werden unregelmäßig und bleiben schließlich ganz aus.[1] Fachleute sprechen auch vom Klimakterium.
Der Grund liegt in den Eierstöcken selbst. Jeden Monat reift dort ein Eibläschen heran, das Hormone bildet. Mit den Jahren werden die Eibläschen weniger, Eisprünge bleiben häufiger aus, und die Hormonbildung geht zurück. Hören die Eierstöcke ganz auf, Eizellen freizugeben, kommt die letzte Periode, die Menopause.[1]
Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine normale Phase im Leben. Frauen erleben sie sehr unterschiedlich: Manche merken kaum etwas, andere haben Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen. Nur wenige Frauen haben über längere Zeit starke Beschwerden.[1]
Welche Phasen der Wechseljahre gibt es?
Meist unterscheidet man 4 Phasen: Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause. Die Menopause ist dabei kein Zeitraum, sondern ein Zeitpunkt, die letzte Periode.[4]
- Prämenopause: Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet. Meist sind die letzten Jahre vor der Perimenopause gemeint, in denen der Zyklus noch regelmäßig ist.[4]
- Perimenopause: beginnt mit den ersten unregelmäßigen Zyklen und endet 12 Monate nach der letzten Periode.[4] Mehr dazu unter Perimenopause.
- Menopause: die letzte Periode, im Schnitt mit 51 Jahren.[1] Mehr dazu unter Menopause.
- Postmenopause: die Zeit nach der letzten Periode. Mehr dazu unter Postmenopause.
Genauer ist die internationale Einteilung STRAW+10. Sie ordnet jeder Phase eine Stufe zu und beschreibt, woran man sie am Zyklus und an den Hormonwerten erkennt.[4] Der Entwurf der neuen deutschen Leitlinie nutzt dieselben Grenzen: Zyklen, die um 7 Tage oder mehr schwanken, weisen auf den Beginn der Perimenopause hin, Pausen von mehr als 60 Tagen auf ihre späte Phase.[5]
| Phase | Zyklus und Hormone | Dauer |
|---|---|---|
| Späte fruchtbare JahreStufe -3b und -3a | Der Zyklus ist regelmäßig, gegen Ende werden die Zyklen etwas kürzer. Das Anti-Müller-Hormon (AMH) und die Zahl der Eibläschen sind schon niedrig, das FSH beginnt zu schwanken.[4] | von Frau zu Frau verschieden |
| Frühe PerimenopauseStufe -2 | Aufeinanderfolgende Zyklen weichen um 7 Tage oder mehr voneinander ab, und das wiederholt sich innerhalb von 10 Zyklen. FSH ist erhöht, schwankt aber.[4] | Beginn im Mittel mit 47 Jahren[5] |
| Späte PerimenopauseStufe -1 | Zum ersten Mal kommt 60 Tage oder länger keine Periode. FSH liegt bei einer Blutabnahme meist über 25 IE/l. Hitzewallungen werden wahrscheinlich.[4] | 1 bis 3 Jahre, Beginn im Mittel mit 49 Jahren[4][5] |
| MenopauseStufe 0 | Die letzte Periode. Sie steht fest, wenn 12 Monate lang keine Blutung mehr kam.[4] | ein Zeitpunkt, im Schnitt mit 51 Jahren[1] |
| Frühe PostmenopauseStufe +1a und +1b | FSH steigt weiter, Östradiol sinkt weiter, bis etwa 2 Jahre nach der letzten Periode. In dieser Zeit sind Hitzewallungen am wahrscheinlichsten.[4] | 2 Jahre (je 1 Jahr)[4] |
| Frühe PostmenopauseStufe +1c | FSH bleibt hoch, Östradiol bleibt niedrig, beide Werte pendeln sich ein.[4] | 3 bis 6 Jahre[4] |
| Späte PostmenopauseStufe +2 | Die Hormone ändern sich kaum noch. Scheidentrockenheit und Beschwerden an Scheide und Blase werden häufiger.[4] | die übrigen Lebensjahre |
Ab wann kommen die Wechseljahre?
Meist ab Mitte 40. In einer großen US-Langzeitstudie mit 2.570 Frauen begann die Perimenopause im Mittel mit 47,5 Jahren, die letzte Periode kam mit 51,3 Jahren.[2] Laut gesund.bund.de liegt die Menopause im Durchschnitt bei 51 Jahren.[1]
Manches spricht dafür, dass der Zeitpunkt zum Teil erblich ist: Mütter und Töchter kommen oft in einem ähnlichen Alter in die Menopause.[1] Der stärkste bekannte Einfluss, den Sie selbst in der Hand haben, ist das Rauchen. Raucherinnen kamen in der US-Studie im Mittel 1,8 Jahre früher in die Menopause.[2] In einer Auswertung von 17 Studien mit über 200.000 Frauen hatten sie etwa doppelt so oft eine Menopause vor 40.[6]
In derselben Auswertung kamen 1,9 % der Frauen vor dem 40. Geburtstag in die Menopause und 7,3 % zwischen 40 und 44.[6] Vor 40 sprechen Fachleute von einer vorzeitigen Menopause.[1] Das sollte frauenärztlich abgeklärt werden.[7] Mit welchem Alter Sie selbst rechnen können, zeigt unser Menopause-Rechner.
Was sind die ersten Anzeichen der Wechseljahre?
Das erste Zeichen ist meist eine veränderte Periode: Sie kommt häufiger oder seltener, die Blutung wird stärker oder schwächer.[8] Ab 45 Jahren reicht laut deutscher Leitlinie ein unregelmäßiger Zyklus, eventuell mit Hitzewallungen, um die Perimenopause festzustellen.[7]
Überraschend für viele: Am Anfang kann der Östrogenspiegel sogar höher sein als früher. Weil das Gehirn die Eierstöcke stärker anregt, reifen oft mehrere Eibläschen gleichzeitig heran. Das kann zu Brustspannen, Wassereinlagerungen und stärkeren, längeren Blutungen führen. Die ersten Hitzewallungen kommen oft rund um die Periode.[5]
Weitere häufige Anzeichen sind:
- Hitzewallungen und Nachtschweiß: Sie sind die häufigsten Beschwerden, bis zu zwei Drittel aller Frauen haben sie.[1]
- Schlafprobleme: Einschlafen oder Durchschlafen fällt schwer, vor allem bei Nachtschweiß.[8]
- Stimmung und Konzentration: Stimmungsschwankungen, gedrückte Stimmung, Vergesslichkeit oder Konzentrationsprobleme.[8]
- Körperliche Veränderungen: Gewichtszunahme vor allem am Bauch, trockene Haut, dünner werdende Haare, Gelenk- und Muskelschmerzen.[8]
Eine Übersicht aller Beschwerden nach Phase finden Sie unter Wechseljahre-Symptome. Wie stark Ihre Beschwerden sind, zeigt der Wechseljahre-Test.
Was passiert im Körper in den Wechseljahren?
Die Eierstöcke bilden weniger Hormone, und das Gehirn versucht, sie mit mehr FSH anzutreiben. Das Ergebnis sind zuerst stark schwankende, später dauerhaft niedrige Östradiolwerte.[5][4] Der sinkende Östradiolspiegel gilt als Hauptursache der typischen Beschwerden.[7]
| Hormon | Was sich in den Wechseljahren ändert |
|---|---|
| Östradiol wichtigstes Östrogen | Schwankt in der Perimenopause stark und ist zeitweise sogar erhöht.[5] Bis etwa 2 Jahre nach der letzten Periode sinkt es weiter, danach bleibt es stabil niedrig.[4] |
| Progesteron Gelbkörperhormon | Wird nur nach einem Eisprung gebildet. Im letzten Jahr vor der letzten Periode kommt es nur noch in etwa 5 % der Zyklen zum Eisprung, also wird weniger Progesteron gebildet. Nach der Menopause bleibt es dauerhaft niedrig.[5] |
| FSH follikelstimulierendes Hormon | Steigt schon früh an, zuerst in der ersten Zykluswoche. In der späten Perimenopause liegt es meist über 25 IE/l, nach der Menopause bleibt es hoch.[5][4] |
| AMH (Anti-Müller-Hormon) | Zeigt die Zahl der verbliebenen Eibläschen und ist schon vor den ersten Zyklusveränderungen niedrig.[4] Sehr niedrige Werte sprechen laut Leitlinien-Entwurf für eine bald bevorstehende Menopause.[9] |
| Testosteron | Sinkt mit dem Alter, vor allem in den jüngeren Jahren. Die natürliche Menopause selbst änderte den Wert in einer Studie mit 1.423 Frauen nicht.[10] |
Die Hormonumstellung wirkt sich auch auf andere Bereiche des Körpers aus:
- Knochen: Ab etwa 1 Jahr vor der letzten Periode verlieren die Knochen an Dichte, am stärksten bis 2 Jahre danach. In der US-Studie SWAN verlor die Lendenwirbelsäule über 10 Jahre 10,6 % ihrer Dichte, davon 7,4 % zwischen 1 Jahr vor und 2 Jahren nach der letzten Periode.[11]
- Körperzusammensetzung: Ab Beginn der Wechseljahre nahm das Körperfett doppelt so schnell zu wie vorher, und die Muskelmasse ging zurück, bis etwa 2 Jahre nach der letzten Periode. Das Gewicht stieg dabei nicht schneller als in den Jahren davor.[12] Mehr dazu unter Hormonbauch.
- Herz und Gefäße: Nach der Menopause steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich, auch weil sich Blutfette und Gefäße ungünstig verändern. Sie sind bei Frauen die häufigste Todesursache.[13]
- Scheide und Blase: Die Scheidenschleimhaut wird nach der Menopause meist dünner und weniger feucht.[1] Scheidentrockenheit betrifft in den späten Phasen etwa jede dritte Frau und geht ohne Behandlung nicht von selbst weg.[14]
Wie lange dauern die Wechseljahre?
Von den ersten unregelmäßigen Zyklen bis zur letzten Periode vergehen im Schnitt knapp 4 Jahre.[2] Danach folgt die frühe Postmenopause mit 5 bis 8 Jahren, in denen sich die Hormone einpendeln.[4] Zusammen ergibt das rund 9 bis 12 Jahre.
Für die Beschwerden gilt eine eigene Rechnung. In der US-Studie SWAN hatten 1.449 Frauen häufige Hitzewallungen. Diese hielten insgesamt im Mittel 7,4 Jahre an, davon 4,5 Jahre nach der letzten Periode.[3] Laut gesund.bund.de verschwinden sie ohne Behandlung meist nach etwa 4 bis 5 Jahren von selbst, bei wenigen Frauen dauern sie länger.[1]
| Zeitraum | Dauer im Schnitt |
|---|---|
| Erste unregelmäßige Zyklen bis zur letzten Periode | knapp 4 Jahre[2] |
| Späte Perimenopause (Pausen von 60 Tagen und mehr) | 1 bis 3 Jahre[4] |
| Frühe Postmenopause, bis sich die Hormone eingependelt haben | 5 bis 8 Jahre[4] |
| Häufige Hitzewallungen, insgesamt | 7,4 Jahre[3] |
| Häufige Hitzewallungen nach der letzten Periode | 4,5 Jahre[3] |
| Hitzewallungen, die schon vor oder früh in der Perimenopause begannen | mehr als 11,8 Jahre[3] |
| Hitzewallungen, die erst nach der letzten Periode begannen | 3,4 Jahre[3] |
| Eine einzelne Hitzewallung | rund 3 Minuten[1] |
Wann ist die schlimmste Phase der Wechseljahre?
Für Hitzewallungen sind es die späte Perimenopause und die ersten 2 Jahre nach der letzten Periode. In dieser Zeit schwanken die Hormone am stärksten, und Hitzewallungen sind am wahrscheinlichsten.[4]
Auch gedrückte Stimmung und Ängstlichkeit nehmen gegen Ende der Perimenopause zu, wenn die Pausen zwischen den Blutungen länger werden.[14] Wie stark das ist, ist sehr verschieden. Hitzewallungen haben die meisten Frauen, mittelstark bis stark belasten sie etwa jede dritte.[14] Laut Leitlinie hängen Häufigkeit und Dauer der Beschwerden auch vom Gesundheitszustand und von den Lebensumständen ab.[7]
Wann sind die Wechseljahre vorbei?
Ein festes Ende gibt es nicht. Hormonell haben sich die Werte etwa 5 bis 8 Jahre nach der letzten Periode eingependelt, dann beginnt die späte Postmenopause.[4]
Woran Sie merken, dass die Wechseljahre vorbei sind:
- Sie hatten 12 Monate lang keine Periode mehr. Damit hat die Postmenopause begonnen.[4]
- Die Hitzewallungen werden seltener und schwächer. Bei der Hälfte der Frauen mit häufigen Hitzewallungen waren sie 4,5 Jahre nach der letzten Periode vorbei.[3]
- Schlaf und Stimmung werden oft wieder stabiler, denn viele Beschwerden ebben ohne Behandlung im Lauf der Zeit ab.[1]
Eine Ausnahme ist die Scheide: Trockenheit und Beschwerden beim Wasserlassen werden nach der Menopause eher häufiger und bessern sich nicht von selbst.[4][14] Was in dieser Zeit wichtig ist, lesen Sie unter Postmenopause.
Was darf man in den Wechseljahren nicht essen?
Verbotene Lebensmittel gibt es nicht. Ob bestimmte Lebensmittel die Beschwerden verstärken oder lindern, ist laut gesund.bund.de nicht belegt.[1]
Der britische Gesundheitsdienst NHS nennt scharfes Essen, Koffein, heiße Getränke und Alkohol als mögliche Auslöser von Hitzewallungen. Wer merkt, dass etwas davon die Hitzewallungen auslöst, kann es meiden.[15] Als Behandlung von Hitzewallungen ist das Meiden von Auslösern allerdings nicht belegt.[16]
Wichtiger für die Jahre danach ist eine ausgewogene Ernährung mit calciumreichen Lebensmitteln wie Milch, Joghurt oder Grünkohl, dazu Bewegung mit Kraftübungen, wenig Alkohol und kein Rauchen. Das empfiehlt der NHS zum Schutz der Knochen.[15]
Was hilft in den Wechseljahren?
Gegen Hitzewallungen hilft eine Hormontherapie am besten, darin sind sich die deutsche Leitlinie und die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft einig.[7][16] Ob sie für Sie passt, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Frauenarzt. Daneben gibt es Wege ohne Hormone, mit sehr unterschiedlicher Studienlage.
| Was | Was die Studienlage sagt |
|---|---|
| Hormontherapie | Wirksamste Behandlung von Hitzewallungen. Laut Entwurf der neuen Leitlinie soll sie Frauen mit Hitzewallungen angeboten werden, wenn nichts dagegen spricht und sie über Nutzen und Risiken aufgeklärt wurden.[9] Mehr unter Hormonersatztherapie. |
| Kognitive Verhaltenstherapie | Von der Nordamerikanischen Menopause-Gesellschaft bei Hitzewallungen empfohlen.[16] Laut Leitlinien-Entwurf kann sie bei Schlafstörungen und für die Lebensqualität eingesetzt werden.[9] |
| Arzneimittel ohne Hormone | Fezolinetant und Elinzanetant, zwei Arzneimittel ohne Hormone, können laut Leitlinien-Entwurf Frauen nach der Menopause gegen Hitzewallungen angeboten werden.[9] |
| Yoga und andere meditative Bewegung | Laut Leitlinien-Entwurf möglich.[9] Die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft sieht keinen ausreichenden Beleg gegen Hitzewallungen.[16] |
| Bewegung und Sport | Gegen Hitzewallungen nicht belegt.[16] Günstig für Herz, Kreislauf und Knochen, außerdem für Kraft und Gewicht.[1] |
| Gleitgel, lokale Östrogene | Bei Scheidentrockenheit helfen Gleitmittel und Feuchtigkeitscremes ohne Rezept.[15] Lokale Östrogene sollten laut Leitlinien-Entwurf angeboten werden.[9] |
| Pflanzliche Mittel | Uneinheitlich, siehe Abschnitt unten. |
Wann sollte ich zum Arzt?
Gehen Sie in die frauenärztliche Praxis, wenn die Beschwerden Ihren Alltag deutlich einschränken oder wenn eines dieser Warnzeichen auftritt:
- Sie bluten wieder, nachdem 12 Monate oder länger keine Periode kam.[8]
- Ihre Blutungen werden stärker statt schwächer. Die Ursache sollte laut Leitlinien-Entwurf abgeklärt werden.[8][9]
- Sie haben Herzrasen oder starkes Herzklopfen.[8]
- Die Periode bleibt schon vor dem 40. Geburtstag aus. Dann wird geprüft, ob eine vorzeitige Menopause vorliegt.[1][7]
- Sie sind über Wochen niedergeschlagen. Eine Depression wird auch in den Wechseljahren nach den Leitlinien für Depressionen behandelt.[7]
Ob eine Hormontherapie für Sie infrage kommt, wird in der frauenärztlichen Praxis nach Nutzen und Risiken abgewogen.[17]
Welche Rolle spielen pflanzliche Mittel?
Die Studienlage ist uneinheitlich. Laut Entwurf der neuen Leitlinie können Isoflavone (30 bis 126 mg am Tag) und Traubensilberkerze bei Hitzewallungen angeboten werden.[9] Die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft empfiehlt pflanzliche Mittel dagegen nicht.[16]
Auswertungen vieler Studien zeigen das Bild: Für Isoflavone aus Soja und Rotklee fand Cochrane in 43 Studien mit 4.364 Frauen keinen schlüssigen Beleg gegen Hitzewallungen.[18] Bei Traubensilberkerze kamen Hitzewallungen in 16 Studien mit 2.027 Frauen nicht seltener vor als mit einem Scheinmittel.[19] gesund.bund.de fasst zusammen: Der Nutzen pflanzlicher Präparate ist bisher nicht belegt.[1] Pflanzenstoffe ersetzen keine Hormone. Einen Überblick über einzelne Pflanzen gibt die Seite Pflanzliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden.
Für keine Pflanze gibt es in der EU eine zugelassene Gesundheitsangabe für Lebensmittel.[20] Nehmen Sie Medikamente, sprechen Sie pflanzliche Mittel vorher in der Praxis an, denn Wechselwirkungen sind möglich.[7]
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Wie sich Harmony Balance in Zusammensetzung, Menge und Preis von anderen pflanzlichen Präparaten unterscheidet, zeigt unser Test von 6 Wechseljahre-Präparaten.
Häufige Fragen zu den Wechseljahren
Ist Wechseljahre und Menopause das Gleiche?
Nein. Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind die ganze Übergangszeit von den ersten Zyklusveränderungen bis in die Jahre nach der letzten Periode. Die Menopause ist nur ein Zeitpunkt in dieser Zeit: die letzte Periode. Sie steht erst fest, wenn danach 12 Monate lang keine Blutung mehr kam.
Kann man in den Wechseljahren noch schwanger werden?
Ja, bis zur Menopause ist eine Schwangerschaft möglich, auch wenn die Periode unregelmäßig kommt. Ein Hormontest zeigt nicht, wie lange Sie noch verhüten sollten, und eine Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden ist keine Verhütung. Klären Sie die Verhütung deshalb in der frauenärztlichen Praxis.
Kann man die Wechseljahre hinauszögern?
Ein Mittel, das die Wechseljahre nachweislich hinauszögert, ist nicht bekannt. Belegt ist ein Einfluss in die andere Richtung: Raucherinnen haben etwa doppelt so oft eine vorzeitige Menopause vor 40. Wer seit mehr als 10 Jahren nicht mehr raucht, hat wieder dasselbe Risiko wie eine Nichtraucherin.
Kann man die Wechseljahre mit einem Bluttest feststellen?
Ab 45 Jahren ist das meist nicht nötig, denn Zyklus und Beschwerden reichen für die Einordnung. In der Perimenopause schwanken die Hormonwerte stark, und laut gesund.bund.de hat ein Hormontest keinen praktischen Nutzen für die Entscheidung über eine Behandlung. Bei Frauen ohne verwertbares Blutungsmuster, etwa nach Entfernung der Gebärmutter, können FSH und AMH laut Entwurf der neuen Leitlinie helfen.
Sind die Wechseljahre eine Krankheit?
Nein. Die Wechseljahre sind eine normale Phase im Leben. Viele Frauen haben Beschwerden, aber nur wenige haben über längere Zeit starke Beschwerden. Wenn Beschwerden den Alltag einschränken, lassen sie sich behandeln, am wirksamsten mit einer Hormontherapie, über die Sie in der frauenärztlichen Praxis entscheiden.
Wie lange dauert eine einzelne Hitzewallung?
Eine Hitzewallung dauert im Schnitt rund 3 Minuten. Häufigkeit, Dauer und Stärke können sich von Tag zu Tag ändern. Über die Jahre gerechnet halten häufige Hitzewallungen im Mittel 7,4 Jahre an.
Nimmt man in den Wechseljahren zu?
Viele Frauen nehmen in den Wechseljahren etwas zu. In der US-Studie SWAN stieg das Gewicht aber nicht schneller als in den Jahren davor. Was sich änderte, war die Zusammensetzung: Ab Beginn der Wechseljahre nahm das Körperfett doppelt so schnell zu, und die Muskelmasse ging zurück.
Quellen
- gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Wechseljahre, Stand 03.02.2023. Quelle öffnen
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Stand: 21. Oktober 2026. Wir prüfen die Angaben vierteljährlich.