Wechseljahre-Wegweiser

Selbstcheck

Wechseljahre-Test: Beschwerden-Selbstcheck in 2 Minuten

Kurz gesagt

Der Wechseljahre-Test fragt 11 typische Beschwerden in 3 Bereichen ab: Körper, Psyche sowie Blase, Scheide und Sexualität. Jede Beschwerde zählt 0 bis 4 Punkte. Ab 17 von 44 Punkten gelten die Beschwerden als stark, das trifft auf rund 24 von 100 Frauen zwischen 40 und 70 Jahren zu. Aufbau und Auswertung folgen der Menopause Rating Scale.⁠[1]

Ihr Beschwerden-Check: 11 Fragen

Wie stark hatten Sie diese Beschwerden in den letzten Wochen? Wählen Sie bei jeder Frage eine Stufe. Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät.

Körperliche Beschwerden

1.Hitzewallungen und Schwitzen

Plötzliche Hitze in Gesicht, Hals oder Brust, Schweißausbrüche am Tag oder in der Nacht.

2.Herzklopfen und Herzrasen

Ihr Herz schlägt spürbar, schnell oder unregelmäßig, oder Sie haben ein Engegefühl in der Brust.

3.Schlafprobleme

Sie schlafen schlecht ein, wachen nachts auf oder morgens viel zu früh.

4.Gelenk- und Muskelschmerzen

Gelenke oder Muskeln schmerzen oder fühlen sich steif an.

Psychische Beschwerden

5.Gedrückte Stimmung

Sie sind oft niedergeschlagen, mutlos oder den Tränen nah, die Stimmung schwankt.

6.Reizbarkeit

Sie sind schneller gereizt, nervös oder innerlich angespannt als früher.

7.Ängstlichkeit und innere Unruhe

Sie machen sich mehr Sorgen, fühlen sich unruhig oder haben Panikgefühle.

8.Erschöpfung und Vergesslichkeit

Sie sind schneller erschöpft, vergessen mehr oder können sich schlechter konzentrieren.

Blase, Scheide und Sexualität

9.Veränderte Lust auf Sex

Lust, Häufigkeit oder Erleben von Sex haben sich verändert.

10.Beschwerden beim Wasserlassen

Sie müssen häufiger zur Toilette, es brennt oder Sie verlieren ungewollt Urin.

11.Trockene Scheide

Die Scheide fühlt sich trocken an, brennt, oder Sex ist unangenehm.

0 von 11 Fragen beantwortet

BeispielSo sieht ein Ergebnis aus. Ihr eigenes erscheint hier nach der Auswertung.
14von 44 Punkten

Mittelstarke Beschwerden

Zum Vergleich: In einer Befragung von Frauen zwischen 40 und 70 Jahren in Deutschland, Frankreich, Spanien und Schweden lagen 25 von 100 im selben Bereich.

Körperliche Beschwerden7 von 16 mittel
Psychische Beschwerden5 von 16 mittel
Blase, Scheide und Sexualität2 von 12 mittel

Ihre Hauptbeschwerden

Ihr nächster Schritt

  • Lassen Sie sich frauenärztlich beraten. Sind die Beschwerden mittelstark bis stark und schränken den Alltag deutlich ein, soll laut deutscher Leitlinie eine Hormontherapie angeboten werden. Ob sie für Sie passt, wird dort nach Nutzen und Risiken abgewogen.
  • In welcher Phase der Wechseljahre Sie sind, schätzt der Menopause-Rechner. Welche pflanzlichen Mittel untersucht wurden, zeigt die Übersicht der Studien.

Der Test zeigt, wie stark Ihre Beschwerden sind. Ob sie von den Wechseljahren kommen, kann er nicht feststellen. Vergleichswerte aus einer internationalen Befragung von 2001 und 2002, Quellen unten auf der Seite.

Wie kann man testen, ob man in den Wechseljahren ist?

Ab 45 Jahren über Zyklus und Beschwerden, ohne Bluttest. So sieht es die deutsche Leitlinie vor: Wird der Zyklus unregelmäßig, eventuell mit Hitzewallungen, spricht sie von Perimenopause. Kam ein Jahr lang keine Blutung, von Postmenopause.⁠[2]

Ein Fragebogen wie dieser Test ergänzt das. Er zeigt, wie stark Ihre Beschwerden sind und welche im Vordergrund stehen. In welcher Phase der Wechseljahre Sie sind, schätzt unser Menopause-Rechner anhand Ihres Zyklus nach der Einteilung STRAW+10.⁠[3]

Zwischen 40 und 45 Jahren kann ein Bluttest auf das Hormon FSH helfen, wenn Sie Beschwerden haben oder der Zyklus unregelmäßig wird. Vor 40 wird er bei Verdacht auf eine vorzeitige Menopause gemacht.⁠[2]

Welche Beschwerden fragt der Wechseljahre-Test ab?

Er fragt 11 Beschwerden ab, die in den Wechseljahren häufig sind, und ordnet sie 3 Bereichen zu. Vorbild ist die Menopause Rating Scale (MRS), ein Fragebogen aus Deutschland, der weltweit eingesetzt und in viele Sprachen übersetzt wurde.⁠[4] Entwickelt wurde er 1996 mit 500 Frauen zwischen 45 und 60 Jahren aus Deutschland.⁠[4]

Für jede Beschwerde wählen Sie eine von 5 Stufen, von „keine“ (0 Punkte) bis „sehr stark“ (4 Punkte). Die Punkte eines Bereichs werden zusammengezählt, der Gesamtwert ist die Summe der 3 Bereiche.⁠[1] Unsere Fragen beschreiben die Beschwerden in eigenen Worten, Bereiche und Punkte sind dieselben wie in der MRS.⁠[4]

BeschwerdeGemeint istBereich
Hitzewallungen und SchwitzenPlötzliche Hitze in Gesicht, Hals oder Brust, Schweißausbrüche am Tag oder in der Nacht.Körper
Herzklopfen und HerzrasenIhr Herz schlägt spürbar, schnell oder unregelmäßig, oder Sie haben ein Engegefühl in der Brust.Körper
SchlafproblemeSie schlafen schlecht ein, wachen nachts auf oder morgens viel zu früh.Körper
Gelenk- und MuskelschmerzenGelenke oder Muskeln schmerzen oder fühlen sich steif an.Körper
Gedrückte StimmungSie sind oft niedergeschlagen, mutlos oder den Tränen nah, die Stimmung schwankt.Psyche
ReizbarkeitSie sind schneller gereizt, nervös oder innerlich angespannt als früher.Psyche
Ängstlichkeit und innere UnruheSie machen sich mehr Sorgen, fühlen sich unruhig oder haben Panikgefühle.Psyche
Erschöpfung und VergesslichkeitSie sind schneller erschöpft, vergessen mehr oder können sich schlechter konzentrieren.Psyche
Veränderte Lust auf SexLust, Häufigkeit oder Erleben von Sex haben sich verändert.Blase, Scheide, Sex
Beschwerden beim WasserlassenSie müssen häufiger zur Toilette, es brennt oder Sie verlieren ungewollt Urin.Blase, Scheide, Sex
Trockene ScheideDie Scheide fühlt sich trocken an, brennt, oder Sex ist unangenehm.Blase, Scheide, Sex
Je Beschwerde 0 bis 4 Punkte. Höchstwerte: Körper 16, Psyche 16, Blase, Scheide und Sexualität 12, zusammen 44 Punkte.

Was bedeutet mein Ergebnis?

Je höher der Wert, desto stärker die Beschwerden. 0 bis 4 Punkte gelten als keine oder kaum Beschwerden, 17 bis 44 Punkte als starke. Die Grenzen stammen aus einer Übersicht der Entwickler, die auch zeigt, wie häufig jede Stufe bei Frauen zwischen 40 und 70 Jahren ist.⁠[1]

StufeGesamtKörperPsycheBlase, Scheide, SexSo häufig
Keine oder kaum Beschwerden0 bis 40 bis 20 bis 1028,8 %
Leichte Beschwerden5 bis 83 bis 42 bis 3121,9 %
Mittelstarke Beschwerden9 bis 165 bis 84 bis 62 bis 325,1 %
Starke Beschwerden17 bis 449 bis 167 bis 164 bis 1224,3 %
Punktwerte je Stufe für den Gesamtwert und die 3 Bereiche. „So häufig“: Anteil der Frauen zwischen 40 und 70 Jahren in Deutschland, Frankreich, Spanien und Schweden mit dieser Stufe im Gesamtwert, Befragung 2001 bis 2002.

Starke Beschwerden sind also nicht selten: Etwa jede vierte Frau in dieser Altersgruppe lag bei 17 Punkten oder mehr.⁠[1] Ihr Ergebnis eignet sich auch als Verlauf. Die MRS wurde dafür entwickelt, die Stärke von Beschwerden über die Zeit und vor und nach einer Behandlung zu vergleichen.⁠[1]

Der Test zeigt die Stärke der Beschwerden, nicht ihre Ursache. Bei Hitzewallungen ist der Zusammenhang mit den Wechseljahren klar. Ob andere Beschwerden wie Schlafprobleme oder gedrückte Stimmung von den Hormonen kommen, ist laut Leitlinie nicht geklärt.⁠[2]

Kann der Frauenarzt feststellen, ob ich in den Wechseljahren bin?

Ja, meist schon im Gespräch. Ab 45 Jahren bestimmt der Frauenarzt Perimenopause oder Postmenopause laut Leitlinie anhand von Zyklus und Beschwerden, Hormonwerte sind dafür in der Regel nicht nötig.⁠[2]

Werte wie das Anti-Müller-Hormon (AMH) sollen ab 45 Jahren nicht zur Diagnose genutzt werden. Den FSH-⁠Wert sieht die Leitlinie nur zwischen 40 und 45 Jahren mit Beschwerden oder unregelmäßigem Zyklus vor und vor 40 bei Verdacht auf eine vorzeitige Menopause.⁠[2]

Schwieriger ist es nach einer Entfernung der Gebärmutter, denn dann lässt sich die Phase nicht an den Blutungen ablesen.⁠[3] Auch die Pille kann die Blutungen verändern. Hier helfen die Beschwerden weiter, zum Beispiel Hitzewallungen.⁠[2]

Was bringt ein Hormontest?

Für die Frage, ob Sie in den Wechseljahren sind, wenig, wenn er auf einem einzelnen Wert beruht. In der späten Perimenopause liegt das Hormon FSH mal im Bereich der Menopause und mal im Bereich jüngerer Jahre.⁠[3]

Ein einzelner Wert aus Blut oder Urin kann also zufällig niedrig oder hoch sein. Deshalb sind Hormonmessungen laut Leitlinie meist nicht nötig, um die Phase zu bestimmen.⁠[2] Sinnvoll sind sie in den Fällen, die oben genannt sind, vor allem vor dem 45. Geburtstag.

Wann sollte ich zum Arzt?

Gehen Sie in die frauenärztliche Praxis, wenn die Beschwerden Ihren Alltag deutlich einschränken oder wenn eines dieser Zeichen auftritt:

Was hilft bei starken Beschwerden?

Gegen Hitzewallungen am wirksamsten ist die Hormontherapie, darin sind sich die deutsche Leitlinie und die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft einig.⁠[2]⁠[7] Ob sie für Sie infrage kommt, wird in der frauenärztlichen Praxis nach Nutzen und Risiken abgewogen.⁠[8]

Ohne Hormone empfiehlt die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft bei Hitzewallungen unter anderem eine kognitive Verhaltenstherapie und das Arzneimittel Fezolinetant. Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt sie nicht.⁠[7] Die deutsche Leitlinie hält Isoflavone und Traubensilberkerze bei Hitzewallungen für möglich.⁠[2] Gegen Trockenheit der Scheide sollen Gleitmittel, allein oder zusammen mit Östrogen für die Scheide, angeboten werden.⁠[2]

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Teil des Lebens, und nicht jede Frau hat Beschwerden.⁠[9]⁠[6] Was bei einzelnen Beschwerden hilft, lesen Sie in unseren Ratgebern zu Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Was Studien zu Pflanzen zeigen, steht in der Übersicht der pflanzlichen Mittel.

Harmony Balance: unser eigenes Präparat

Herausgeber dieses Ratgebers ist die IPD Produktentwicklung und Handel GmbH, die unter der Marke Steiger Naturals das Nahrungsergänzungsmittel Harmony Balance verkauft. Es enthält 10 Pflanzenextrakte, darunter 300 mg Salbei-Blätter-Trockenextrakt und 99,99 mg Mönchspfeffer-Trockenextrakt pro Tagesdosis von 3 Kapseln. Harmony Balance ist keine Hormontherapie und kein Ersatz dafür.

Nicht für Schwangere und Stillende geeignet.

Welches pflanzliche Präparat zu Ihren Wünschen passt, zeigt der Präparate-Finder in 5 Fragen. Alle 6 Präparate unseres Tests stehen im Vergleich der Wechseljahre-Präparate.

Häufige Fragen zum Wechseljahre-Test

Wie lange dauert der Wechseljahre-Test?

Etwa 2 Minuten. Sie beantworten 11 Fragen mit je einem Klick, das Ergebnis erscheint sofort auf der Seite. Ihre Antworten werden weder gespeichert noch übertragen.

Ab wie vielen Punkten gelten die Beschwerden als stark?

Ab 17 von 44 Punkten. 9 bis 16 Punkte gelten als mittelstark, 5 bis 8 Punkte als leicht und 0 bis 4 Punkte als keine oder kaum Beschwerden. Die Grenzen stammen von den Entwicklern der Menopause Rating Scale.

Kann ich mit dem Test feststellen, ob ich in den Wechseljahren bin?

Nein. Der Test misst, wie stark typische Beschwerden sind. Ob Sie in den Wechseljahren sind, zeigt vor allem Ihr Zyklus: Ab 45 Jahren stellt der Frauenarzt das laut Leitlinie anhand von Zyklus und Beschwerden fest. Eine Schätzung Ihrer Phase gibt der Menopause-Rechner.

Was sind die ersten Anzeichen der Wechseljahre?

Meist verändert sich zuerst die Periode: Sie kommt häufiger oder seltener, die Blutung wird stärker oder schwächer. Dazu kommen oft Hitzewallungen, Nachtschweiß und Schlafprobleme.

Wie oft sollte ich den Test machen?

Sinnvoll ist ein Abstand von einigen Wochen oder Monaten, zum Beispiel vor und nach einer Behandlung. Die Menopause Rating Scale wurde dafür entwickelt, die Stärke von Beschwerden über die Zeit zu vergleichen.

Was tun bei Herzrasen in den Wechseljahren?

Lassen Sie es ärztlich abklären. Herzklopfen kann zu den Wechseljahren gehören, zum Beispiel bei einer Hitzewallung. Der britische Gesundheitsdienst NHS rät trotzdem, damit in die Praxis zu gehen.

Hilft ein Hormontest aus der Drogerie?

Nur begrenzt, wenn er auf einem einzelnen Hormonwert beruht. In der späten Perimenopause schwankt der Wert des Hormons FSH stark, er liegt mal im Bereich der Menopause und mal darunter. Laut Leitlinie sind Hormonmessungen meist nicht nötig, um die Phase zu bestimmen.

Quellen

  1. Heinemann K, Ruebig A, Potthoff P, Schneider HP, Strelow F, Heinemann LA, Do MT. The Menopause Rating Scale (MRS) scale: a methodological review. Health Qual Life Outcomes. 2004;2:45. Befragung von 9.907 Frauen zwischen 40 und 70 Jahren in 9 Ländern, Stufen und Anteile in Tabelle 6. Quelle öffnen
  2. Ortmann O, Beckermann MJ, Inwald EC, Strowitzki T, Windler E, Tempfer C. Peri- and postmenopause: diagnosis and interventions. Interdisciplinary S3 guideline of the association of the scientific medical societies in Germany (AWMF 015/062): short version. Arch Gynecol Obstet. 2020;302(3):763‑777. Englische Kurzfassung der S3-⁠Leitlinie, Fassung 2020. Quelle öffnen
  3. Harlow SD, Gass M, Hall JE, Lobo R, Maki P, Rebar RW et al. Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive aging. Menopause. 2012;19(4):387‑395. Einteilung der Phasen nach STRAW+10. Quelle öffnen
  4. Heinemann LA, Potthoff P, Schneider HP. International versions of the Menopause Rating Scale (MRS). Health Qual Life Outcomes. 2003;1:28. Fragebogen und Auswertungsbogen im Anhang. Quelle öffnen
  5. National Health Service (NHS, Großbritannien): Symptoms of menopause and perimenopause, zuletzt geprüft am 19.05.2026, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
  6. gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Wechseljahre, Stand 03.02.2023, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
  7. The North American Menopause Society (NAMS). The 2023 nonhormone therapy position statement of The North American Menopause Society. Menopause. 2023;30(6):573‑590. Quelle öffnen
  8. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG): S3-⁠Leitlinie Peri- und Postmenopause, Diagnostik und Interventionen. AWMF-Registernummer 015‑062, Fassung September 2020, eine Neufassung ist in der Konsultation (Stand Oktober 2026). Quelle öffnen
  9. National Health Service (NHS, Großbritannien): Menopause and perimenopause, Übersichtsseite, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen

Stand: 21. Oktober 2026. Wir prüfen die Angaben vierteljährlich. Die Fragen sind eigene Formulierungen nach dem Aufbau der Menopause Rating Scale, die Auswertung folgt den veröffentlichten Grenzwerten.