Nährstoffe in den Wechseljahren
Vitamine und Mineralstoffe in den Wechseljahren: Was wirklich zählt
Kurz gesagt
Gegen Hitzewallungen hilft nach heutigem Wissen kein Vitamin: In der WHI-Studie mit über 34.000 Frauen änderten Calcium und Vitamin D die Wechseljahresbeschwerden nicht.[1] Wichtig sind Vitamine und Mineralstoffe in den Wechseljahren vor allem für die Knochen. Die DGE empfiehlt Frauen ab 51 Jahren täglich 1.000 mg Calcium[2] und 20 µg Vitamin D, wenn die Haut keines bildet.[3]
Welche Vitamine helfen gegen Wechseljahresbeschwerden?
Für kein Vitamin und keinen Mineralstoff ist belegt, dass es Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren lindert. Die beste Studie dazu ist die US-Studie WHI.[1]
Dort nahmen 17.101 Frauen nach der Menopause täglich 1.000 mg Calcium und 400 IE Vitamin D, 17.056 Frauen bekamen ein Scheinmittel. Nach im Mittel 5,7 Jahren hatten beide Gruppen gleich viele Wechseljahresbeschwerden. Auch bei Schlaf, Stimmung und Energie gab es keinen Unterschied.[1] 400 IE entsprechen 10 µg Vitamin D.[3]
Für Vitamin E gibt es eine Studie mit 105 Frauen nach Brustkrebs: Mit 800 IE täglich hatten sie etwa eine Hitzewallung pro Tag weniger als mit einem Scheinmittel. Die Forscher selbst stuften den Effekt als gering ein.[4] Die Dosis liegt weit über der Höchstmenge von 30 mg Vitamin E, die das BfR für Nahrungsergänzungsmittel vorschlägt.[5]
Die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel und Pflanzenmittel gegen Hitzewallungen nicht. Die wirksamste Behandlung ist die Hormontherapie.[6] Ob sie für Sie infrage kommt, wird in der frauenärztlichen Praxis nach Nutzen und Risiken abgewogen.[7] Was Studien zu Pflanzen wie Salbei, Traubensilberkerze oder Rotklee zeigen, lesen Sie im Ratgeber Pflanzliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden.
Welche Vitamine und Mineralstoffe sind nach der Menopause wichtig?
Am wichtigsten sind Calcium und Vitamin D, denn nach der Menopause baut der Körper schneller Knochen ab. Bis zu den Wechseljahren bremsen Östrogene den Knochenabbau. In den Wechseljahren geht dieser Schutz verloren, der Knochenschwund beschleunigt sich etwa ab 50.[8]
Die deutsche Leitlinie zu den Wechseljahren empfiehlt deshalb Bewegung und eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D, um einer Osteoporose vorzubeugen.[9] Ausreichend heißt nicht viel: Calcium sollte möglichst aus dem Essen kommen, etwa aus Milch und Milchprodukten, grünem Gemüse und bestimmten Mineralwässern.[8] Vitamin D bildet die Haut im Sonnenlicht selbst. Über das Essen nehmen Erwachsene nur 2 bis 4 µg am Tag auf.[3]
Bei den anderen Vitaminen ändert sich in den Wechseljahren wenig. Die DGE nennt für Frauen von 51 bis unter 65 Jahren fast überall dieselben Mengen wie für jüngere Frauen.[10] Eine Ausnahme ist Eisen: Ohne monatliche Blutung sinkt der Bedarf von 16 auf 14 mg am Tag.[11]
Wie viel brauchen Frauen ab 51, und wie viel ist zu viel?
Die Tabelle zeigt für die wichtigsten Nährstoffe drei Werte: wie viel die DGE Frauen von 51 bis unter 65 Jahren am Tag empfiehlt, welcher Wert für die Prozentangabe auf dem Etikett gilt und wie viel ein Nahrungsergänzungsmittel nach Vorschlag des BfR höchstens pro Tagesdosis enthalten sollte.
| Nährstoff | DGE: Frauen 51 bis unter 65 | Etikett: 100 % NRV | „Quelle“ ab | BfR: höchstens pro Tagesdosis |
|---|---|---|---|---|
| Vitamin D | 20 µg, wenn die Haut keines bildet | 5 µg | 0,75 µg | 20 µg |
| Calcium | 1.000 mg | 800 mg | 120 mg | 500 mg |
| Vitamin K | 65 µg | 75 µg | 11,25 µg | 80 µg Vitamin K1 oder 25 µg Vitamin K2 |
| Magnesium | 300 mg | 375 mg | 56,25 mg | 250 mg, auf 2 oder mehr Portionen verteilt |
| Vitamin B6 | 1,4 mg | 1,4 mg | 0,21 mg | 0,9 mg |
| Vitamin B12 | 4,0 µg | 2,5 µg | 0,375 µg | 25 µg |
| Folat | 300 µg Folat-Äquivalente | 200 µg | 30 µg | 200 µg Folsäure |
| Eisen | 14 mg nach der Menopause, 16 mg davor | 14 mg | 2,1 mg | 6 mg, nach der Menopause nur nach ärztlicher Rücksprache |
| Zink | 7 bis 10 mg, je nach Anteil an Vollkorn und Hülsenfrüchten | 10 mg | 1,5 mg | 6,5 mg |
| Jod | 150 µg | 150 µg | 22,5 µg | 100 µg |
| Selen | 60 µg | 55 µg | 8,25 µg | 40 µg |
Quellen der Tabelle: DGE[2][3][11][10], LMIV Anhang XIII[12], BfR[5].
Was dürfen Hersteller über Vitamine sagen? Die zugelassenen Angaben
Nur Sätze, die die EU geprüft und in eine Liste aufgenommen hat, im festen Wortlaut. Diese Liste steht in der Verordnung (EU) 432/2012.[13] Jede Angabe beschreibt eine normale Körperfunktion, keine Behandlung von Beschwerden.
Ein Lebensmittel darf eine solche Angabe nur tragen, wenn es den Nährstoff in nennenswerter Menge enthält, also eine „Quelle“ dafür ist.[14] Als nennenswert gelten in der Regel 15 % des Referenzwerts für die Kennzeichnung, je 100 g oder je Portion bei Packungen mit nur einer Portion.[12] Die Tabelle zeigt eine Auswahl der Angaben, die in den Wechseljahren oft gesucht werden.
| Nährstoff | Zugelassene Angaben (Auswahl, Wortlaut) |
|---|---|
| Vitamin D |
|
| Calcium |
|
| Vitamin K |
|
| Magnesium |
|
| Vitamin B6 |
|
| Pantothensäure |
|
| Vitamin B12 |
|
| Folat |
|
| Eisen |
|
| Zink |
|
| Jod |
|
| Selen |
|
| Biotin |
|
Für Calcium gibt es zusätzlich eine Angabe speziell für Frauen nach der Menopause. Sie gehört zu den wenigen Angaben, die ein Krankheitsrisiko nennen dürfen, und lautet:
„Calcium trägt dazu bei, den Verlust an Knochenmineralstoffen bei postmenopausalen Frauen zu verringern. Eine geringe Knochenmineraldichte ist ein Risikofaktor für durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche.“[15]
Sie ist an strenge Bedingungen geknüpft: mindestens 400 mg Calcium pro Portion und der Hinweis, dass sich die Angabe an Frauen ab 50 Jahren richtet und die Wirkung bei mindestens 1.200 mg Calcium am Tag aus allen Quellen eintritt. Für Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium und Vitamin D gibt es dieselbe Angabe ab 400 mg Calcium und 15 µg Vitamin D pro Portion, bezogen auf 1.200 mg Calcium und 20 µg Vitamin D am Tag aus allen Quellen.[15]
Für Pflanzen wie Mönchspfeffer, Salbei oder Traubensilberkerze gibt es dagegen keine einzige zugelassene Angabe.[13]
Schützen Vitamin D und Calcium die Knochen nach der Menopause?
Etwas, aber weniger, als viele denken. Calcium und Vitamin D zusammen senken das Risiko für einen Hüftbruch leicht, Vitamin D allein nicht.[16] Den meisten Menschen bringen solche Präparate laut gesund.bund.de keinen Nutzen.[8]
| Studie | Wer und was | Ergebnis |
|---|---|---|
| WHI, Knochenbrüche (USA, 2006) | 36.282 Frauen von 50 bis 79 Jahren nach der Menopause, im Mittel 7 Jahre lang täglich 1.000 mg Calcium und 400 IE Vitamin D oder ein Scheinmittel | Knochendichte an der Hüfte 1,06 % höher, Hüftbrüche nicht nachweisbar seltener, Nierensteine um 17 % häufiger.[17] |
| Cochrane-Auswertung (2014) | 53 Studien mit 91.791 Frauen nach der Menopause und älteren Männern | Vitamin D allein beugt Brüchen wahrscheinlich nicht vor. Mit Calcium kommt zu Hause etwa 1 Hüftbruch weniger auf 1.000 Menschen pro Jahr, im Pflegeheim etwa 9 weniger.[16] |
| VITAL (USA, 2022) | 25.871 Männer ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren, nicht nach einem Mangel ausgewählt, rund 5 Jahre lang täglich 2.000 IE Vitamin D oder ein Scheinmittel | Kein Unterschied bei Knochenbrüchen.[18] |
| WHI, Beschwerden (USA, 2015) | 34.157 Frauen nach der Menopause, täglich 1.000 mg Calcium und 400 IE Vitamin D oder ein Scheinmittel | Kein Unterschied bei Wechseljahresbeschwerden, Schlaf und Stimmung.[1] |
gesund.bund.de fasst zusammen: Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium und Vitamin D bringen den meisten Menschen keinen Nutzen und können das Risiko für Nierensteine erhöhen. Fachgesellschaften empfehlen sie deshalb nicht routinemäßig, um Knochenbrüchen vorzubeugen. Sinnvoll sein können sie für Menschen, die kaum noch nach draußen kommen.[8]
Für Ihre Knochen tun Sie deshalb am meisten mit Bewegung, Krafttraining, Zeit im Freien, calciumreichem Essen und einem Rauchstopp.[8] Ein sehr niedriges Gewicht mit einem BMI unter 20 erhöht laut Leitlinie das Risiko für Knochenbrüche.[9] Mehr zu den Jahren nach der letzten Periode lesen Sie im Ratgeber Postmenopause.
Was bedeutet „Regulierung der Hormontätigkeit“ bei Vitamin B6?
Der Satz „Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei“ ist eine zugelassene Angabe für Lebensmittel mit mindestens 0,21 mg Vitamin B6.[13][12] Er beschreibt eine normale Funktion im Körper und sagt nichts über Hitzewallungen oder andere Wechseljahresbeschwerden.
Eine zugelassene Angabe gegen Wechseljahresbeschwerden gibt es für kein Vitamin. Lebensmitteln dürfen keine Eigenschaften zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer Krankheit zugeschrieben werden.[12] Ähnlich ist es bei Pantothensäure: Die Angabe zu „Steroidhormonen“ beschreibt den normalen Stoffwechsel, keine Wirkung auf die Wechseljahre.[13]
Bei Vitamin B6 ist mehr nicht besser. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die tolerierbare Höchstmenge für Erwachsene 2023 von 25 auf 12 mg am Tag gesenkt, weil hohe Mengen Nerven schädigen können. Das BfR schlägt seitdem für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 0,9 mg pro Tagesdosis vor.[19] Die DGE empfiehlt Frauen 1,4 mg am Tag aus allen Quellen.[10]
Helfen Magnesium, Eisen und B-Vitamine gegen Müdigkeit in den Wechseljahren?
Nur, wenn Ihnen der Nährstoff fehlt. Für Magnesium, Eisen, Vitamin B6, Vitamin B12 und Folat ist die Angabe „trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei“ zugelassen.[13] Die Angabe bedeutet, dass der Nährstoff dafür gebraucht wird, nicht, dass zusätzliche Mengen wach machen.
Wer gut versorgt ist, hat von Nahrungsergänzungsmitteln laut BfR keinen gesundheitlichen Vorteil. In Deutschland erreichen nur bei wenigen Nährstoffen, etwa Vitamin D, Calcium, Folsäure und Jod, manche Gruppen die empfohlenen Mengen nicht, ohne dass das gleich ein Mangel ist.[20] Schlafen Sie wegen Nachtschweiß schlecht, finden Sie Tipps im Ratgeber Schlafstörungen in den Wechseljahren.
Bei Eisen ist nach der Menopause Vorsicht geboten: Der Bedarf sinkt, und das BfR rät Frauen nach der Menopause, Eisen als Nahrungsergänzung nur nach ärztlicher Rücksprache zu nehmen.[11][5]
Kann man zu viele Vitamine nehmen?
Ja. Wer mehrere Präparate und angereicherte Lebensmittel kombiniert, kann laut BfR auf hohe Mengen kommen, die das Risiko für eine Überversorgung erhöhen.[20] Die Höchstmengen in der Tabelle oben sind Vorschläge des BfR, gesetzliche Grenzen gibt es in der EU dafür noch nicht.[20]
- Vitamin D: höchstens 20 µg pro Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels.[5]
- Calcium: höchstens 500 mg pro Tagesdosis, ab 250 mg mit dem Hinweis, kein weiteres calciumhaltiges Präparat zu nehmen.[5] In der WHI-Studie traten unter 1.000 mg Calcium mit Vitamin D häufiger Nierensteine auf.[17]
- Vitamin K: Wer gerinnungshemmende Medikamente nimmt, sollte vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.[5]
- Biotin: Vor einem Bluttest dem Arzt oder dem Labor sagen, dass Sie Biotin nehmen oder kürzlich genommen haben.[5]
- Vitamin B6: höchstens 0,9 mg pro Tagesdosis, weil hohe Mengen Nerven schädigen können.[19]
Wann ist ein Bluttest auf Vitamine sinnvoll?
Wenn es Beschwerden oder Risikofaktoren gibt, die auf einen Mangel hindeuten. Bei Vitamin D fragt der Arzt zuerst nach Beschwerden und Risiken, untersucht und bestimmt dann bei Bedarf den Wert im Blut.[21]
Gemessen wird 25-Hydroxy-Vitamin-D. Werte über 50 nmol/l (20 ng/ml) gelten als ausreichend für die Knochen, unter 30 nmol/l (12 ng/ml) als Mangel. Schnelltests für zu Hause sind laut gesund.bund.de nicht zuverlässig.[21] Ein höheres Risiko für zu wenig Vitamin D haben ältere Menschen, Menschen, die selten draußen sind oder sich nur bedeckt im Freien aufhalten, und Menschen mit dunkler Haut. Auch chronische Darm-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie manche Medikamente erhöhen das Risiko.[21]
Zeichen eines echten Vitamin-D-Mangels bei Erwachsenen sind Knochen- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche und Muskelschmerzen, Stürze und Knochenbrüche sowie starke Müdigkeit.[21] Wie stark Ihre Beschwerden sind, zeigt unser Wechseljahre-Test.
Enthält Harmony Balance Vitamine?
Nein. Harmony Balance von Steiger Naturals enthält 10 Pflanzenextrakte, darunter Salbei, Mönchspfeffer und Ashwagandha, und keine Vitamine oder Mineralstoffe.[22] Keine der zugelassenen Angaben auf dieser Seite gilt deshalb für Harmony Balance. Herausgeber dieses Ratgebers ist die IPD Produktentwicklung und Handel GmbH, die Harmony Balance unter der Marke Steiger Naturals verkauft.
Das gleichnamige Produkt von LEAF Organics ist ein anderes Präparat. Es enthält laut Hersteller 4 Pflanzenextrakte und 1,4 mg Vitamin B6 pro Tagesdosis von 2 Kapseln.[23] Wie sich beide unterscheiden, zeigt unser Vergleich Harmony Balance von Steiger Naturals oder LEAF. Zusammensetzung und Preis pro Tag von 6 Präparaten stehen in unserem Test der Wechseljahre-Präparate. Welches Mittel zu Ihren Beschwerden passt, zeigt Ihnen unser Präparate-Finder.
Häufige Fragen zu Vitaminen in den Wechseljahren
Welche Vitamine brauchen Frauen ab 50 besonders?
Vor allem Vitamin D und Calcium, weil nach der Menopause mehr Knochenmasse verloren geht. Die DGE empfiehlt Frauen von 51 bis unter 65 Jahren täglich 1.000 mg Calcium und 20 µg Vitamin D, wenn die Haut kein Vitamin D bildet. Calcium kommt am besten aus dem Essen, etwa aus Milchprodukten, grünem Gemüse und calciumreichem Mineralwasser.
Hilft Vitamin B6 gegen Hitzewallungen?
Dafür gibt es keinen Beleg und keine zugelassene Angabe. Die EU erlaubt den Satz „Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei“, er beschreibt aber eine normale Körperfunktion und keine Wirkung gegen Wechseljahresbeschwerden. Die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel gegen Hitzewallungen nicht.
Sollte ich in den Wechseljahren Vitamin D einnehmen?
Nicht automatisch. Wer regelmäßig in der Sonne ist, bildet den Großteil des Vitamin D selbst. Ein Präparat mit 20 µg täglich empfiehlt die DGE vor allem Menschen, deren Haut kaum Vitamin D bildet, etwa weil sie selten draußen sind. Ob bei Ihnen ein Mangel vorliegt, klärt ein Bluttest beim Arzt.
Brauche ich nach der Menopause mehr Eisen?
Nein, eher weniger. Weil die monatliche Blutung wegfällt, sinkt die empfohlene Menge laut DGE von 16 auf 14 mg am Tag. Das BfR rät Frauen nach der Menopause, Eisen als Nahrungsergänzung nur nach ärztlicher Rücksprache zu nehmen.
Hilft Vitamin E bei Hitzewallungen?
Kaum. In einer Studie mit Frauen nach Brustkrebs hatten die Teilnehmerinnen mit 800 IE Vitamin E am Tag nur etwa eine Hitzewallung pro Tag weniger als mit einem Scheinmittel, die Forscher nannten den Effekt gering. Die Dosis liegt weit über der Höchstmenge von 30 mg, die das BfR für Nahrungsergänzungsmittel vorschlägt.
Kann man Vitamin D und Calcium überdosieren?
Ja. Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 20 µg Vitamin D und 500 mg Calcium pro Tagesdosis vor. In der großen WHI-Studie traten unter täglich 1.000 mg Calcium mit Vitamin D häufiger Nierensteine auf als mit einem Scheinmittel.
Enthält Harmony Balance Vitamine?
Nein. Harmony Balance von Steiger Naturals enthält 10 Pflanzenextrakte und keine Vitamine oder Mineralstoffe. Die zugelassenen Angaben auf dieser Seite gelten deshalb nicht für Harmony Balance. Das gleichnamige Produkt von LEAF Organics enthält laut Hersteller 1,4 mg Vitamin B6 pro Tagesdosis.
Quellen
- LeBlanc ES, Hedlin H, Qin F, Desai M, Wactawski-Wende J, Perrin N et al. Calcium and vitamin D supplementation do not influence menopause-related symptoms: Results of the Women’s Health Initiative Trial. Maturitas. 2015;81(3):377‑383. US-Studie WHI mit Vergleichsgruppe. Quelle öffnen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwert Calcium, Stand der Ableitung 2013, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwert Vitamin D, Stand der Ableitung 2012, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- Barton DL, Loprinzi CL, Quella SK, Sloan JA, Veeder MH, Egner JR et al. Prospective evaluation of vitamin E for hot flashes in breast cancer survivors. J Clin Oncol. 1998;16(2):495‑500. Studie mit Vergleichsgruppe und Wechsel der Gruppen. Quelle öffnen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengenempfehlungen des BfR für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln, Übersichtstabelle, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- The North American Menopause Society (NAMS). The 2023 nonhormone therapy position statement of The North American Menopause Society. Menopause. 2023;30(6):573‑590. Quelle öffnen
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG): S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause, Diagnostik und Interventionen. AWMF-Registernummer 015‑062, Fassung September 2020, eine Neufassung ist in der Konsultation (Stand Oktober 2026). Quelle öffnen
- gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Osteoporose, Stand 16.12.2022. Quelle öffnen
- Ortmann O, Beckermann MJ, Inwald EC, Strowitzki T, Windler E, Tempfer C. Peri- and postmenopause: diagnosis and interventions. Interdisciplinary S3 guideline of the association of the scientific medical societies in Germany (AWMF 015/062): short version. Arch Gynecol Obstet. 2020;302(3):763‑777. Englische Kurzfassung der S3-Leitlinie, Fassung 2020. Quelle öffnen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Einzelseiten zu Vitamin K (Stand 2000), Magnesium (2021), Vitamin B6 (2019), Vitamin B12 (2018), Folat (2015), Zink (2019), Jod (2025) und Selen (2015), abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwert Eisen, Stand der Ableitung 2023, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV), Artikel 7 Absatz 3 (keine Angaben zu Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer Krankheit) und Anhang XIII Teil A (Nährstoffbezugswerte und signifikante Menge). Quelle öffnen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (Anhang, Wortlaut der Angaben), abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, Anhang: Angabe „[Name des Vitamins] oder [Name des Mineralstoffs]-Quelle“. Quelle öffnen
- Verordnung (EU) Nr. 1228/2014 der Kommission vom 17. November 2014 über die Zulassung bzw. Nichtzulassung bestimmter gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel betreffend die Verringerung eines Krankheitsrisikos, Anhang I, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
- Avenell A, Mak JC, O’Connell D. Vitamin D and vitamin D analogues for preventing fractures in post-menopausal women and older men. Cochrane Database Syst Rev. 2014;(4):CD000227. Quelle öffnen
- Jackson RD, LaCroix AZ, Gass M, Wallace RB, Robbins J, Lewis CE et al. Calcium plus vitamin D supplementation and the risk of fractures. N Engl J Med. 2006;354(7):669‑683. US-Studie WHI mit Vergleichsgruppe. Quelle öffnen
- LeBoff MS, Chou SH, Ratliff KA, Cook NR, Khurana B, Kim E et al. Supplemental Vitamin D and Incident Fractures in Midlife and Older Adults. N Engl J Med. 2022;387(4):299‑309. US-Studie VITAL mit Vergleichsgruppe. Quelle öffnen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Aktualisierung (2024): Höchstmengenvorschläge für Vitamin B6 in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. Stellungnahme 008/2024 vom 22.02.2024. Quelle öffnen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. Stellungnahme 006/2024 vom 22.02.2024. Quelle öffnen
- gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit: Vitamin-D-Mangel, Stand 26.07.2024. Quelle öffnen
- Steiger Naturals: Harmony Balance, Etikett vom 05.05.2026 (Zutatenliste und Nährwerttabelle) und Produktseite im Shop, abgerufen am 21.10.2026. Quelle öffnen
- LEAF Organics: HARMONY BALANCE, Produktseite mit Inhaltsstoffen pro Tagesdosis, abgerufen am 24.10.2026. Quelle öffnen
Stand: 21. Oktober 2026. Wir prüfen die Angaben vierteljährlich.