Wechseljahre-Wegweiser

Beschwerden

Hitzewallungen in den Wechseljahren: Ursachen und was wirklich hilft

Kurz gesagt

Hitzewallungen entstehen, weil mit dem sinkenden Östrogen die Temperaturregelung im Gehirn empfindlicher wird.⁠[1]⁠[2] Etwa jede zweite Frau in der Perimenopause hat sie.⁠[3] Häufige Hitzewallungen dauern im Mittel 7,4 Jahre.⁠[4] Am wirksamsten ist eine Hormontherapie: Sie senkte die Zahl der Hitzewallungen in Studien um 75 % gegenüber einem Scheinmittel.⁠[5]

Was sind Hitzewallungen?

Bei einer Hitzewallung werden Gesicht, Hals und Brust plötzlich sehr heiß, manchmal auch kalt, oft mit starkem Schwitzen. Manche Frauen bekommen dabei Herzklopfen, werden ängstlich oder fühlen sich schwindelig.⁠[6] Eine Hitzewallung dauert im Schnitt rund 3 Minuten.⁠[7]

Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind die häufigsten Beschwerden der Wechseljahre. Bis zu zwei Drittel aller Frauen haben sie.⁠[7] Laut deutscher Leitlinie sind es vor der Perimenopause 14 bis 51 % der Frauen, in der Perimenopause etwa 50 % und danach 30 bis 80 %.⁠[3]

Kommen die Hitzewallungen im Schlaf, spricht man von Nachtschweiß.⁠[6] Was dann hilft, steht in unserem Ratgeber Nachtschweiß und Hitzewallungen in der Nacht. Alle anderen Beschwerden der Wechseljahre zeigt unsere Übersicht der Wechseljahre-Symptome.

Was ist die Ursache von Hitzewallungen?

Weil der Körper seine Temperatur in den Wechseljahren enger regelt. Schon eine kleine Erhöhung der Körperkerntemperatur löst dann Schwitzen und eine starke Durchblutung der Haut aus, mit der der Körper Wärme abgibt.⁠[2]

Zwischen der Temperatur, bei der wir zu schwitzen beginnen, und der, bei der wir zu zittern beginnen, liegt normalerweise ein Spielraum. In den Wechseljahren wird dieser Spielraum sehr schmal. Das liegt zum Teil, aber nicht nur, am sinkenden Östrogen.⁠[2]

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Botenstoff Neurokinin B. Vor den Wechseljahren halten Östrogen und Neurokinin B das Temperaturzentrum im Gehirn im Gleichgewicht. Sinkt das Östrogen, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander.⁠[1] Hier setzen die neuen Arzneimittel Fezolinetant und Elinzanetant an, die Neurokinin B blockieren.⁠[1]⁠[8]

Die Hauptursache der Wechseljahresbeschwerden ist laut deutscher Leitlinie der sinkende Östradiolspiegel.⁠[3] Was ein Mangel an Östrogen sonst noch bewirkt, lesen Sie im Ratgeber Östrogenmangel.

Wann sind Hitzewallungen am schlimmsten?

In der späten Perimenopause und in den ersten 2 Jahren nach der letzten Periode.⁠[9] In der US-⁠Studie SWAN mit 3.198 Frauen war die Chance für Hitzewallungen in der späten Perimenopause 6,6-⁠mal so hoch wie vor den Wechseljahren und nach der Menopause fast genauso hoch.⁠[10]

Neben der Phase spielen weitere Dinge eine Rolle:

Was die Chance für Hitzewallungen erhöhteWie stark
Späte Perimenopause, verglichen mit der Zeit vor den Wechseljahren6,6-⁠mal so hoch⁠[10]
Ängste zu Beginn der Studie3,1-⁠mal so hoch⁠[10]
Kein Hochschulabschluss1,9-⁠mal so hoch⁠[10]
Rauchen1,6-⁠mal so hoch⁠[10]
Afroamerikanische Herkunft1,6-⁠mal so hoch⁠[10]
Höheres Gewichtpro Punkt im Body-Mass-Index 3 % höher⁠[10]
Ergebnisse der US-⁠Langzeitstudie SWAN, jeweils um die anderen Einflüsse bereinigt. Chance meint hier das Verhältnis von Frauen mit zu Frauen ohne Hitzewallungen (Odds Ratio).

Laut Leitlinie hängen Häufigkeit und Dauer der Beschwerden auch vom allgemeinen Gesundheitszustand, von den Lebensumständen und von kulturellen Einflüssen ab.⁠[3]

Wie lange dauern Hitzewallungen?

Häufige Hitzewallungen dauern im Mittel 7,4 Jahre, davon 4,5 Jahre nach der letzten Periode. Das zeigt die US-⁠Studie SWAN mit 1.449 Frauen, die häufige Hitzewallungen hatten.⁠[4]

Je früher sie beginnen, desto länger halten sie an. Begannen sie schon vor oder früh in der Perimenopause, dauerten sie im Mittel mehr als 11,8 Jahre. Begannen sie erst nach der Menopause, waren es 3,4 Jahre.⁠[4]

WerDauer im Mittel
Alle Frauen mit häufigen Hitzewallungen7,4 Jahre⁠[4]
davon nach der letzten Periode4,5 Jahre⁠[4]
Beginn vor oder früh in der Perimenopausemehr als 11,8 Jahre⁠[4]
Beginn vor oder früh in der Perimenopause, nur die Zeit nach der letzten Periode9,4 Jahre⁠[4]
Beginn erst nach der Menopause3,4 Jahre⁠[4]
Afroamerikanische Frauen10,1 Jahre⁠[4]
Eine einzelne Hitzewallungrund 3 Minuten⁠[7]
Häufig heißt in der Studie: an mindestens 6 der letzten 14 Tage. Die Werte sind Mediane, bei der Hälfte der Frauen dauerte es kürzer, bei der Hälfte länger.

Länger dauerten Hitzewallungen außerdem bei jüngeren Frauen, bei weniger Schulbildung, bei mehr Stress und bei Niedergeschlagenheit oder Ängsten zu Beginn.⁠[4] Ohne Behandlung klingen Hitzewallungen bei fast allen Frauen mit der Zeit von selbst ab.⁠[7]

Was löst Hitzewallungen aus?

Oft geht einer Hitzewallung ein kleiner Anstieg der Körperkerntemperatur voraus.⁠[11] Als mögliche Auslöser nennt der britische Gesundheitsdienst NHS scharfes Essen, Koffein, heiße Getränke, Rauchen und Alkohol.⁠[12]

Zum Kaffee gibt es eine Befragung von 1.806 Frauen an der Mayo Clinic in den USA: Wer Koffein zu sich nahm, fühlte sich durch Hitzewallungen etwas stärker belastet.⁠[13] Das zeigt einen Zusammenhang, aber keinen Beweis, denn die Frauen wurden nur einmal befragt.

Ob es sich lohnt, auf Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol, Schokolade oder scharfe Gewürze zu verzichten, ist laut IQWiG unklar. Frauen reagieren unterschiedlich, deshalb können Sie ausprobieren, ob bestimmte Lebensmittel etwas verändern.⁠[14]

Viele Frauen bemerken Hitzewallungen vor allem am Abend. In einer kleinen Studie mit 10 betroffenen Frauen traten sie am häufigsten gegen 18.30 Uhr auf. Die Forscher vermuten einen Zusammenhang mit dem Tagesverlauf der Körpertemperatur.⁠[11]

Bei welchen Krankheiten treten Hitzewallungen auf?

Hitzewallungen sind typisch für die Wechseljahre, kommen aber auch aus anderen Gründen vor. Ähnliche Beschwerden können diese Ursachen haben:

Ab 45 Jahren und bei unregelmäßigem Zyklus sind die Wechseljahre die naheliegende Erklärung. Die Leitlinie stellt sie ab diesem Alter anhand von Zyklus und Beschwerden fest.⁠[3]

Was hilft wirklich gegen Hitzewallungen?

Am wirksamsten ist eine Hormontherapie. Darin sind sich die deutsche Leitlinie und die Nordamerikanische Menopause-Gesellschaft NAMS einig.⁠[3]⁠[17] Ob sie für Sie passt, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Frauenarzt.⁠[18] Ohne Hormone gibt es mehrere Möglichkeiten mit guter Studienlage.

WasWas Studien zeigenEinordnung
HormontherapieAuswertung von 24 Studien mit 3.329 Frauen: 75 % weniger Hitzewallungen als mit einem Scheinmittel.⁠[5]Nach der Leitlinie ein Angebot für Frauen mit mittelstarken bis starken Beschwerden, nach Abwägung von Nutzen und Risiken.⁠[3]
FezolinetantFezolinetant (Veoza) enthält keine Hormone. Mit 45 mg täglich nach 12 Wochen 63 % weniger mittelstarke bis starke Hitzewallungen, mit Scheinmittel 40 %.⁠[1] Erste Verbesserung schon nach 1 Woche.⁠[19]Nur auf Rezept, in der EU zugelassen seit Dezember 2023. Leberwerte vor Beginn und in den ersten 3 Monaten monatlich prüfen.⁠[20]
ElinzanetantElinzanetant (Lynkuet) enthält ebenfalls keine Hormone. Nach 12 Wochen im Schnitt etwa 9 mittelstarke bis starke Hitzewallungen weniger pro Tag, mit Scheinmittel etwa 6. Auch der Schlaf wurde besser.⁠[8]Nur auf Rezept, in der EU zugelassen seit November 2025, auch bei Hitzewallungen durch eine Antihormontherapie nach Brustkrebs.⁠[8]
VerhaltenstherapieKognitive Verhaltenstherapie, untersucht in einer britischen Studie mit 140 Frauen (MENOS 2): Hitzewallungen und Nachtschweiß belasteten nach 6 Wochen und auch nach 26 Wochen weniger, Nachtschweiß kam seltener.⁠[21]Von der NAMS empfohlen⁠[17], laut deutscher Leitlinie möglich.⁠[3]
HypnoseStudie mit 187 Frauen nach der Menopause: 74 % weniger Hitzewallungen nach 12 Wochen, in der Vergleichsgruppe 17 %.⁠[22]Von der NAMS empfohlen.⁠[17]
Antidepressiva und GabapentinBestimmte Antidepressiva und Gabapentin empfiehlt die NAMS bei Hitzewallungen.⁠[17]Laut deutscher Leitlinie nicht die erste Wahl.⁠[3]
AbnehmenBei Übergewicht empfohlen, die Studienlage ist aber begrenzt.⁠[17]Mehr Gewicht hängt mit mehr Hitzewallungen zusammen.⁠[10]
Bewegung5 Studien mit 733 Frauen: kein klarer Unterschied bei Hitzewallungen.⁠[23]Trotzdem sinnvoll für Herz, Kreislauf und Knochen.⁠[7]
Langsames AtmenGute Studien zeigen keinen Nutzen gegen Hitzewallungen.⁠[17]Von der NAMS nicht empfohlen.⁠[17]
KühlenKühlen und Auslöser meiden: praktische Tipps des NHS für den Alltag.⁠[12]Als Behandlung nicht belegt.⁠[17]
Pflanzliche MittelUneinheitlich, siehe Abschnitt zu pflanzlichen Mitteln.Bisher ohne belegten Nutzen.⁠[7]

Wichtig beim Lesen aller Studien: Auch mit einem Scheinmittel gehen Hitzewallungen deutlich zurück, in den Hormonstudien um 58 %.⁠[5] Ob ein Mittel wirklich hilft, lässt sich deshalb nur in Studien mit einer Vergleichsgruppe erkennen.

Was hilft schnell bei einer Hitzewallung?

Gegen die einzelne Hitzewallung helfen vor allem Kühlung und leichte Kleidung. Der NHS rät:

Als Behandlung sind diese Tipps in Studien nicht belegt.⁠[17] Probieren Sie aus, was Ihnen guttut. Arzneimittel brauchen etwas länger: Bei Fezolinetant zeigte sich die erste Verbesserung nach 1 Woche.⁠[19]

Helfen pflanzliche Mittel gegen Hitzewallungen?

Die Studienlage ist uneinheitlich. Die deutsche Leitlinie hält Isoflavone und Traubensilberkerze für möglich, die NAMS empfiehlt Pflanzenmittel nicht.⁠[3]⁠[17] Laut gesund.bund.de ist der Nutzen solcher Mittel bisher nicht belegt.⁠[7] Pflanzenstoffe ersetzen keine Hormone.

PflanzeWas Studien zeigenEinordnung
TraubensilberkerzeAuswertung von 16 Studien mit 2.027 Frauen, im Mittel 40 mg täglich: bei der Zahl der Hitzewallungen kein Unterschied zu einem Scheinmittel.⁠[24]Einige Präparate sind in Deutschland als Arzneimittel zugelassen. Bei Zeichen eines Leberschadens sofort absetzen.⁠[14]
Isoflavone aus SojaAuswertung von 43 Studien mit 4.364 Frauen: kein schlüssiger Beleg. In 4 Studien verringerten Präparate mit mehr als 30 mg Genistein täglich die Hitzewallungen.⁠[25]Laut IQWiG schwache Hinweise auf eine leichte Wirkung.⁠[14] Laut Leitlinie möglich.⁠[3]
RotkleeIn 5 Studien mit dem Rotklee-Extrakt Promensil kein Unterschied zu einem Scheinmittel.⁠[25]Kein Beleg für Nahrungsergänzungsmittel aus Rotklee.⁠[14]
SalbeiDoppelblinde Studie mit Vergleichsgruppe bei 80 Frauen, 4 Wochen lang Tabletten mit 280 mg Dickextrakt aus frischem Salbei: Der Hitzewallungs-Wert ging um 55 % zurück, deutlicher als mit einem Scheinmittel.⁠[26] Dazu eine offene Studie ohne Vergleichsgruppe mit 71 Frauen nach der Menopause: Die Hitzewallungen gingen nach Stärke gewichtet um 64 % zurück.⁠[27] Beide Studien hat der Hersteller des Präparats mitgetragen.⁠[26]⁠[27]Als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei übermäßigem Schwitzen eingestuft, auch als Tee.⁠[28]
AshwagandhaVier kleine Studien aus Indien mit Vergleichsgruppe und 60 bis 127 Frauen, meist 600 mg Wurzelextrakt täglich über 8 bis 24 Wochen: Die Wechseljahresbeschwerden gingen stärker zurück als mit einem Scheinmittel.⁠[29]⁠[30]⁠[31]⁠[32]Das BfR und andere europäische Behörden empfehlen, keine Präparate mit Ashwagandha einzunehmen, vor allem nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei Lebererkrankungen.⁠[33]
Mönchspfeffer, MacaLaut IQWiG nicht verlässlich nachgewiesen.⁠[14]Als Arzneimittel ist Mönchspfeffer nur beim prämenstruellen Syndrom anerkannt.⁠[34]
Die Ergebnisse gelten für die jeweils untersuchten Präparate und Mengen. Sie lassen sich nicht auf andere Präparate oder auf Kombinationen mehrerer Pflanzen übertragen.

Für keine dieser Pflanzen gibt es in der EU eine zugelassene Gesundheitsangabe für Lebensmittel.⁠[35] Mehr zu den einzelnen Pflanzen lesen Sie in unseren Ratgebern zu Salbei, Traubensilberkerze, Rotklee, Ashwagandha und Mönchspfeffer.

Wann sollte ich wegen Hitzewallungen zum Arzt?

Gehen Sie in die frauenärztliche Praxis, wenn eines dieser Zeichen auf Sie zutrifft:

Ob eine Hormontherapie für Sie infrage kommt, wird in der frauenärztlichen Praxis nach Nutzen und Risiken abgewogen.⁠[18] Einen Überblick gibt unser Ratgeber Hormonersatztherapie oder pflanzlich?

Harmony Balance: unser eigenes Präparat

Herausgeber dieses Ratgebers ist die IPD Produktentwicklung und Handel GmbH, die unter der Marke Steiger Naturals das Nahrungsergänzungsmittel Harmony Balance verkauft. Es enthält 10 Pflanzenextrakte, darunter Ashwagandha-Wurzel-Trockenextrakt (120 mg) sowie Salbei-Blätter-Trockenextrakt (300 mg) pro Tagesdosis von 3 Kapseln. Traubensilberkerze, Soja und Rotklee sind nicht enthalten.

Die Salbei-Studien verwendeten Tabletten aus frischem Salbei, also ein anderes Präparat.⁠[26]⁠[27] In den Ashwagandha-Studien nahmen die Frauen meist 600 mg am Tag, mehr als in einer Tagesdosis Harmony Balance.⁠[29]⁠[30]⁠[31] Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht übertragen. Nicht für Schwangere und Stillende geeignet.

Wie sich Harmony Balance in Zusammensetzung, Menge und Preis von anderen pflanzlichen Präparaten unterscheidet, zeigt unser Test von 6 Wechseljahre-Präparaten.

Häufige Fragen zu Hitzewallungen

Welcher Mangel löst Hitzewallungen aus?

Die Hauptursache ist laut deutscher Leitlinie der sinkende Östradiolspiegel in den Wechseljahren, also weniger Östrogen. Dadurch wird die Temperaturregelung im Gehirn empfindlicher, sodass schon kleine Temperaturanstiege eine Hitzewallung auslösen. Ab 45 Jahren ist für die Einordnung in der Regel kein Bluttest nötig.

Wie heißt das neue Medikament gegen Hitzewallungen?

In der EU sind Fezolinetant (Veoza, seit Dezember 2023) und Elinzanetant (Lynkuet, seit November 2025) zugelassen. Beide enthalten keine Hormone, sondern blockieren den Botenstoff Neurokinin B, der das Temperaturzentrum im Gehirn beeinflusst. Es gibt sie nur auf Rezept. Bei Fezolinetant müssen vor und während der Behandlung die Leberwerte geprüft werden.

Was trinken gegen Hitzewallungen?

Ein kaltes Getränk kann bei einer Hitzewallung helfen, heiße Getränke, Koffein und Alkohol können sie dagegen auslösen. Salbeitee ist als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei übermäßigem Schwitzen eingestuft, mit 2 g Salbeiblättern auf 150 ml Wasser. Ob Kräutertees gegen Wechseljahresbeschwerden helfen, ist aber nicht gut untersucht.

In welcher Phase der Wechseljahre sind Hitzewallungen am schlimmsten?

In der späten Perimenopause, wenn die Periode schon einmal 60 Tage oder länger ausbleibt, und in den ersten 2 Jahren nach der letzten Periode. In der Studie SWAN war die Chance für Hitzewallungen in der späten Perimenopause 6,6-⁠mal so hoch wie vor den Wechseljahren.

Sind Hitzewallungen gefährlich?

Hitzewallungen sind unangenehm, gehören aber zu den natürlichen Wechseljahren und klingen bei fast allen Frauen mit der Zeit von selbst ab. Lassen Sie sie abklären, wenn Fieber, Husten, Durchfall oder ein ungewollter Gewichtsverlust dazukommen oder wenn Sie Herzrasen haben.

Kann man Hitzewallungen messen?

In Studien ja, mit einem Sensor auf dem Brustbein, der die Leitfähigkeit der Haut beim Schwitzen misst. Für den Alltag reicht ein Tagebuch, in dem Sie Zahl und Stärke der Hitzewallungen notieren. Mit solchen Tagebüchern arbeiten auch viele Studien.

Warum kommen Hitzewallungen oft am Abend?

In einer kleinen Studie mit 10 betroffenen Frauen traten Hitzewallungen am häufigsten gegen 18.30 Uhr auf, meist nach einem leichten Anstieg der Körperkerntemperatur. Auch ein warmes Schlafzimmer, Alkohol oder scharfes Essen am Abend können eine Rolle spielen.

Hilft Sport gegen Hitzewallungen?

Gegen die Hitzewallungen selbst ist das nicht belegt: In 5 Studien mit 733 Frauen zeigte sich kein klarer Unterschied. Bewegung ist in den Wechseljahren trotzdem sinnvoll, weil sie Herz, Kreislauf und Knochen guttut und hilft, das Gewicht zu halten.

Quellen

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  35. Verordnung (EU) Nr. 432/2012: Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. Quelle öffnen

Stand: 21. Oktober 2026. Wir prüfen die Angaben vierteljährlich.